Sachsen hat zusammen mit seinem tschechischen Nachbar eines der größten Lithium-Vorkommen Europas. Der deutsche Teil ist nun indirekt in US-Hand.

Wie die Londoner Börse meldete, vollzog die AMG Critical Materials N.V. mit Sitz in den Niederlanden die vollständige Übernahme aller Anteile am Firmenkonglomerat, das im Osterzgebirge Lithium abbauen möchte. Bisher hielt AMG bereits 30 Prozent. Die restlichen 70 Prozent wurden für 42,2 Millionen Pfund (rund 50 Millionen Euro) von internationalen Anteilseignern wie Anton du Plessis, Cherif Rifaat, Jeremy Martin oder auch Mark Tindall erworben. Die sächsische Lithium GmbH, die bisher in Zinnwald als englische Public Limited Company fungierte, wird mit der Übernahme auch nicht mehr an der Londoner Börse gelistet.

Der geplante Lithium-Abbau in Zinnwald geht damit in der großen, international agierenden AMG-Gruppe auf, die insgesamt 3600 Mitarbeiter hat. Produktionsstätten befinden sich neben Deutschland auch in Großbritannien, Frankreich, den USA , China, Mexiko, Brasilien, Indien oder auch Sri Lanka.

Lithium-Abbau: Förderung ab 2030

Zielhorizont für die Förderung im Osterzgebirge ist 2030. In den folgenden ein, zwei Jahren werde eine Phase weiterer Untersuchungen und Tests hin zu einer Machbarkeitsstudie folgen. „Dafür werden wir bereits ein paar Millionen investieren müssen“, so AMG-Chef Stefan Scherer.