Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi teilte mit, die Behörden seien noch dabei, das gesamte Ausmaß der Schäden in der Region zu erfassen. Insgesamt wurden durch das Beben vom Nachmittag (Ortszeit) mindestens 50 Menschen verletzt.»Uns liegen bereits Berichte über Verletzte vor. In einigen Gebieten kam es zu Stromausfällen und Bränden, außerdem wurden Straßen und Brücken beschädigt und Gebäude sind eingestürzt«, sagte Takaichi.Rund 300.000 Menschen wurden angewiesen, sich in Notunterkünfte zu begeben. Hunderte Soldaten wurden entsandt, um bei den Rettungsmaßnahmen zu helfen, während auf der Kyushu weiterhin Nachbeben zu spüren waren.Derzeit suchen Einsatzkräfte unter anderem weiter nach Vermissten, die in einem schwer beschädigten Einkaufszentrum in der Stadt Kashima eingeschlossen sein sollen. Dort hatte es in Folge des Bebens eine Explosion gegeben.Nach Informationen japanischer Medien gab es am späten Abend weiter keinen Kontakt zu 20 bis 30 Mitarbeitern. Die Explosion habe sich aus zunächst unbekanntem Grund ereignet, nachdem Mitarbeiter und Kunden nach dem Erdbeben aus dem Einkaufszentrum evakuiert worden seien.

Bis in den späten Abend kam es zu mehreren Nachbeben. Die nationale Wetterbehörde warnte auch für die kommenden Tage vor möglichen weiteren starken Erschütterungen in der Region.Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem ebenfalls schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Damals starben dutzende Menschen.