In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.USA starten angekündigte Überprüfung ihrer Militärpräsenz Die USA haben mit der angekündigten Überprüfung ihrer Truppenpräsenz in Europa begonnen. Es handele sich um eine „echte Überprüfung“, schrieb Staatssekretär Elbridge Colby auf der Plattform X. Diese solle sicherstellen, dass die NATO zügig und unumkehrbar darauf hinarbeite, dass Europa die Hauptverantwortung für seine konventionelle Verteidigung übernehme, hieß es in einem von mehreren seiner Posts zu dem Thema weiter. Colby verwies dabei auf US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der dies bei dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister im Juni in Brüssel angekündigt habe. Das Verteidigungsministerium der USA nennt sich mittlerweile Kriegsministerium. Einzelheiten, was genau an militärischer Präsenz überprüft werde, nannte er in seinen Posts nicht. Im Juni berichteten Medien allerdings davon, dass neben der Truppenstärke unter anderem auch die Anzahl der in Europa stationierten Kampfflugzeuge, Drohnen, Tankflugzeuge und Seeeinheiten analysiert und reduziert werden solle. Die Überprüfung solle sicherstellen, dass die Militärpräsenz der USA in Europa deren aktuellen Strategien entspräche und unter anderem auf einem klaren Verständnis der geopolitischen und militärischen Realitäten beruhe, schrieb Colby. Aus der im Januar vorgelegten neuen Verteidigungsstrategie von Präsident Donald Trump geht hervor, dass die USA zwar weiter fester Bündnispartner der NATO und damit Verbündeter der Europäer sein wollen, aber ihre Priorität in der Verteidigung ihres Heimatlandes und der Abschreckung Chinas sehen. Netanjahu und Selenskyj auf dem Weg zu Trump Angekündigt war der Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington anlässlich der Beerdigung Senator Lindsey Grahams – ein lautstarker Unterstützer beider Länder. Grahams Beisetzung beginnt am frühen Nachmittag in der National Cathedral in der Hauptstadt. Zuerst werden beide Männer an diesem Dienstag aber im Weißen Haus bei Donald Trump vorbeischauen: Selenskyj um 15.30 Uhr deutscher Zeit, Netanjahu um 17 Uhr. Ausnahmsweise scheint die Ausgangslage für den ukrainischen Präsidenten besser. Nachdem er im vergangenen Jahr heftig mit Trump im Oval Office aneinandergeraten war, äußerte sich Trump jüngst wohlwollend über die Ukraine. Netanjahu hingegen wurde in den vergangenen Monaten mehrfach von Trump gescholten. Er hat angekündigt, mit Trump „alle offenen Fragen“ besprechen zu wollen. Das dürfte vor allem den Irankrieg betreffen. Bislang ist keine öffentliche Begegnung vor der Presse vorgesehen – aber der amerikanische Präsident entscheidet so etwas auch gern mal spontan. Sabrina FrangosTrauerfeiern für gestorbenen US-Senator Graham beginnen in WashingtonGut zwei Wochen nach dem Tod des einflussreichen US-Senators Lindsey Graham beginnen am Dienstag in Washington die zweitägigen Trauerfeiern. Zunächst ist eine Zeremonie im Kapitol geplant (ab 16.00 Uhr Ortszeit, 22.00 Uhr MESZ). Dort soll an die mehr als 30-jährige Arbeit des Republikaners im Kongress erinnert werden. Im Anschluss will US-Präsident Donald Trump Graham bei einer Trauermesse in der Nationalkathedrale würdigen (20.00 Uhr Ortszeit, Mittwoch 02.00 Uhr MESZ). Am Mittwoch soll Graham dann in Columbia in seinem Heimatbundesstaat South Carolina beigesetzt werden. Der Senator war am 11. Juli überraschend mit 71 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung gestorben. Er vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran und hatte kurz vor seinem Tod die Ukraine besucht. Sabrina FrangosTrump empfängt Selenskyj im Weißen HausUS-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als „mutig“. Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland. Im Februar 2025 hatte Trump Selenskyj bei einem Treffen im Weißen Haus noch öffentlich gedemütigt. Trump warf dem ukrainischen Staatschef damals vor, er führe einen aussichtslosen Kampf und habe keine Karten in der Hand. Sabrina FrangosNetanjahu trifft Trump in WashingtonDer israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt am Dienstag nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammen. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025. Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Iran-Krieg abgekühlt.Netanjahu will in der US-Hauptstadt zudem an der Trauerfeier für den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Graham sei „ein Freund Israels“ gewesen, hieß es zur Begründung. Der 71-jährige Senator war vor rund zwei Wochen überraschend gestorben. In der Nationalkathedrale ist eine Trauermesse geplant, bei der Trump eine Rede halten will. Ian LieschUS-Militär: Hinken Ukraine bei Drohnenproduktion hinterherDas US-Militär hinkt beim Aufbau einer eigenen ​Drohnenproduktion der Ukraine nach offiziellen Angaben weit hinterher. Die USA ⁠befänden sich in der schwierigsten Anfangsphase, sagte Travis Metz, der das Drohnenprogramm des US-Verteidigungsministeriums leitet, am Montag. Während die Ukraine in diesem Jahr ‌voraussichtlich sechs bis sieben Millionen kleine Angriffsdrohnen produzieren werde, komme das 1,1 Milliarden Dollar schwere US-Programm bis Februar auf insgesamt knapp 200.000 ‌bestellte Exemplare. Der ‌Weg von null auf 200.000 sei jedoch deutlich schwerer als die spätere Ausweitung der Produktion, erklärte Metz.Erschwert werde der Aufbau zudem durch neue ​Vorgaben des Pentagons, wonach militärische Drohnen ⁠künftig vollständig aus US-Bauteilen bestehen sollen, sagte Metz. Bisher enthielt der Großteil der gekauften Drohnen ​Metz zufolge wahrscheinlich chinesische Motoren. Bei einem anstehenden Testlauf im August seien Bauteile ⁠wie Motoren ‌oder Akkus aus China nun strikt untersagt. Sechs ukrainische Unternehmen, die an den Tests im Bundesstaat Colorado teilnehmen, müssen als Bedingung für künftige ⁠Aufträge ihre Produktion ⁠in die USA verlagern. Dazu hätten sie bereits Joint Ventures mit US-Herstellern ⁠gegründet oder ​bereiteten ⁠dies vor. Metz zeigte sich ​zuversichtlich, dass die USA letztlich mit der ukrainischen ‌Drohnenindustrie gleichziehen werden: „Ich sehe keinen Grund, warum wir hier nicht auch Weltmeister ​sein sollten.“Ian LieschUN warnen vor Aufflammen der HIV-Epidemie – US-Zahlungen deutlich zurückgegangen Die Vereinten Nationen (UN) warnen vor einem Wiederaufflammen der ​weltweiten HIV-Epidemie aufgrund deutlicher Einschnitte bei den Finanzmitteln. Ein Hauptgrund ​für den Rückgang der Mittel ⁠seien Kürzungen durch die USA, die demnach 75 Prozent der internationalen HIV-Hilfen bereitgestellt hatten. US-Präsident Donald Trump ​hatte nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 die Zahlungen zunächst komplett eingefroren. Zwar ⁠wurden lebensrettende Maßnahmen ‌kurz darauf wieder aufgenommen, die meisten Präventionsprogramme blieben jedoch gestrichen. Einige Länder konnten den Wegfall der Auslandshilfen durch höhere nationale Ausgaben teilweise ausgleichen, wodurch die gesamten ⁠Mittel zur HIV-Bekämpfung weltweit ⁠lediglich um sechs Prozent sanken.Die Gelder an UNAIDS seien im vergangenen ⁠Jahr um 18 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar gesunken und hätten damit den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht, wie die UN-Organisation am Montag zum Auftakt der Internationalen Aids-Konferenz in Brasilien mitteilte. Ohne erneutes Engagement drohten die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zunichtegemacht zu werden. Das globale ‌Ziel, Aids bis ‌2030 als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit zu beseitigen, sei in Gefahr. Im vergangenen Jahr hätten sich rund 1,2 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, hieß es.In vielen Staaten südlich der Sahara, auf die ⁠etwa die Hälfte ​der ⁠weltweiten Neuinfektionen entfällt, kamen die Präventionsmaßnahmen ​jedoch weitgehend zum Erliegen. In Kamerun, Nigeria und Sambia ‌ging die Zahl der Menschen, die eine medikamentöse HIV-Prophylaxe (PrEP) erhalten, nationalen Daten zufolge um ​mehr als 50 Prozent zurück.Fabian DrahmouneUS-Berufungsgericht blockiert Trumps Erlass zur BriefwahlEin US-Berufungsgericht hat die Umsetzung eines Erlasses von ​Präsident Donald Trump zur Verschärfung der Briefwahlregeln in 23 Bundesstaaten vorerst gestoppt. Das ⁠Gericht in Boston lehnte am Samstag einen Antrag der US-Regierung ab, eine einstweilige Verfügung gegen die Anordnung aufzuheben. Eine Richterin einer niedrigeren Instanz hatte Ende Juni ‌entschieden, dass wesentliche Teile des Dekrets verfassungswidrig seien. Die Entscheidung der Berufungsrichter fiel mit zwei zu eins Stimmen.Das US-Justizministerium hatte argumentiert, eine Klage gegen ‌den Erlass sei verfrüht, ‌da die Behörden die Maßnahmen noch nicht endgültig ausgearbeitet hätten. Die Berufungsrichter wiesen dies jedoch zurück. Die Verfügung lege klare und rasch näher rückende Fristen fest, an ​die sich die Bundesstaaten halten müssten, erklärten ⁠sie zur Begründung. Die klagenden Staaten hätten daher keine andere Wahl, als jetzt zu reagieren. Das Justizministerium ​hatte im Vorfeld gewarnt, bei einer Niederlage möglicherweise den Obersten Gerichtshof der USA anzurufen.Lena SpilgerKaty Perry wütend auf Weißes Haus: Song „Firework“ in Kriegs-Clip verwendetDas Weiße Haus hat mit der Unterlegung eines TikTok-Clips mit einem Song von Katy Perry den Superstar verärgert. Die US-Sängerin schrieb auf der Plattform X, sie sei entsetzt und wütend darüber, dass ihr Lied „Firework“ (dt. Feuerwerk) als Hintergrundmusik für Aufnahmen von Militärschlägen verwendet worden sei. „Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht.“ Ihre Musik sei dazu da, um Menschen zusammenzubringen – nicht, um Krieg zu verherrlichen.Auf dem TikTok-Account des Weißen Hauses zeigt der Clip Aufnahmen einer Explosion unterlegt mit einer Sequenz des Popsongs. Dazu schrieb das Weiße Haus: „Der Iran ist gewarnt worden.“Perry schrieb in ihrem X-Post, sie habe das Lied als Hymne der Hoffnung, Heilung und der inneren Stärke für Menschen, die ihre dunkelsten persönlichen Momente erleben, geschrieben. Es sei ein völliger Verrat an allem, wofür das Lied stehe, kritisierte die 41-Jährige das Vorgehen des Weißen Hauses. So viele Masern-Infektionen wie seit 35 Jahren nicht mehr in den USAIn den USA ist die Zahl der Masern-Infektionen auf den höchsten Stand seit 35 Jahren gestiegen. ​Die Gesundheitsbehörde CDC teilte am Freitag mit, dass in diesem Jahr bislang 2318 Fälle registriert worden seien. Im gesamten Vorjahr waren es ⁠2289 gewesen. Es handele sich um die höchste Zahl seit dem Zeitraum von 1989 bis 1991, als mehr als 55.000 Infektionen und 123 Todesfälle verzeichnet wurden. „Dass wir diesen Meilenstein erreichen, ist besonders eklatant, da wir erst Juli haben und landesweit weiterhin Masernfälle gemeldet werden“, ‌sagte William Moss, Epidemiologie-Professor an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. Die Krankheit galt in den USA seit dem Jahr 2000 eigentlich als ausgerottet.Besonders betroffen sind junge Menschen: 69 Prozent der Infizierten sind Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, ein Fünftel ‌ist jünger als fünf Jahre. Von den ‌Kleinkindern mussten der CDC zufolge zehn Prozent im Krankenhaus behandelt werden, bei den älteren Kindern und Jugendlichen waren es drei Prozent. Insgesamt gab es in diesem Jahr bislang 151 Krankenhauseinweisungen. Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit, die Fieber, Ausschlag und Atemwegsprobleme verursacht, wurden 2026 noch nicht gemeldet. Im vergangenen Jahr waren es ​drei. Die Infektionen traten in 45 Bundesstaaten und in Washington auf. ⁠16 Fälle gingen auf Besucher aus dem Ausland zurück. 93 Prozent der Fälle traten bei ungeimpften Personen auf, der Rest hatte eine oder zwei Dosen des ​Masern-Impfstoffs bekommen. Ein Vakzin gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) bietet nach zwei Dosen einen 97-prozentigen Schutz.Experten führen den Anstieg auf sinkende Impfquoten zurück. Die durchschnittliche Abdeckung bei Kindergartenkindern sank ⁠im vergangenen Jahr auf ‌92,5 Prozent und liegt damit unter der für die sogenannte Herdenimmunität erforderlichen Schwelle von 95 Prozent. In 16 Bundesstaaten fiel die Quote auf unter 90 Prozent.Viele Gesundheitsvertreter machen für die Entwicklung auch die Impfskepsis von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. verantwortlich. Fabian DrahmouneIn seiner ersten Rede beim traditionellen Gala-Dinner der Hauptstadtpresse versucht US-Präsident Trump sich in einem Spagat zwischen Lob und Tadel für die Medien.Mehr ladenTickarooLive Blog Software