Kostenexplosion: Die „fliegende Festung“, die Boeing für Donald Trump auf Basis des Jumbo-Jets 747-8 baut, verursachte Milliarden an Mehrkosten für den Flugzeughersteller

Weitere Mehrkosten für den nächsten Präsidenten-Jet Air Force One haben den kriselnden Flugzeugbauer Boeing auf seinem Erholungskurs zurückgeworfen. Im zweiten Quartal blieb der US-Konzern auch deshalb tief in den roten Zahlen. Allerdings lag der Verlust mit 428 Millionen US-Dollar (376 Millionen Euro) etwa 30 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Tagesgeschäft sprudelten die Einnahmen dank gestiegener Flugzeugauslieferungen unerwartet stark. Die Aktie legt zuletzt zu.

Analysten hatten damit gerechnet, dass der Konzern auch im zweiten Quartal wieder Geld verbrennen würde. Doch Boeing erzielte überraschend einen bereinigten freien Barmittelzufluss von 631 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Abfluss von 200 Millionen Dollar zu Buche gestanden.

Für den Hersteller zahlte sich dieses Mal aus, dass er deutlich mehr Passagier- und Frachtflugzeuge auslieferte – nämlich 171 Maschinen nach 150 Stück ein Jahr zuvor. Entsprechend wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 24,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Branchenexperten. Allerdings hatten die Analysten unter dem Strich mit einem Ergebnis nahe der Gewinnschwelle gerechnet. Mit dem Nettoverlust verfehlte der Hersteller klar die Erwartungen.