Beton als Bündnissymbol: Die neue Brücke zwischen Russland und Nordkorea
Die erste Straßenbrücke, die Nordkorea und Russland verbindet, steht offenbar kurz vor der Fertigstellung. Satellitenbilder zeigen die neue Verbindung, die übereinstimmenden Berichten zufolge zu einer wichtigen Handelsroute zwischen den beiden Ländern und zur Gefahr für die Ukraine werden könnte.
Die Brücke überspannt den Fluss Tumen zwischen Chassan im russischen Fernen Osten und Tumangang in Nordkorea, einem abgelegenen, dünn besiedelten Grenzgebiet. Hier markiert der Fluss die letzten paar Meilen der Grenze, bevor er die Küste erreicht. Nur wenige Hundert Meter entfernt verläuft die einzige weitere Brücke zwischen den beiden Ländern, eine Eisenbahnverbindung, bekannt als »Freundschaftsbrücke«.
Nordkorea hat seinen Teil des Projekts, einschließlich der nötigen Infrastruktur wie Grenzposten, vor der für den 19. Juni geplanten Eröffnung fertiggestellt. Russland ist auf seiner Seite der Grenze offenbar in Verzug geraten, weshalb sich die Eröffnung verschoben hat. Ein neuer Termin wurde noch nicht bekannt gegeben.
Keine Kosten und Mühen gescheutDie Vereinbarung zum Bau der Brücke wurde während des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Pjöngjang im Juni 2024 getroffen. Die Gesamtkosten werden laut übereinstimmenden Medienberichten auf über neun Milliarden Rubel (eine Milliarde Euro) geschätzt.











