Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Nächste Hitzewelle kommt – nur noch eine kühle NachtLiebe Leserinnen und Leser, es hilft nichts: In Deutschland wird es in den kommenden Tagen wieder heiß. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt eine Hitzewelle an, die heute am Oberrhein beginnen soll. Bis zu 33 Grad bei viel Sonnenschein werden dort demnach erwartet. Im Großteil des Landes geht der DWD von Höchsttemperaturen zwischen 26 und 31 Grad bei wolkenlosem Himmel aus. Nur im Norden und Nordosten ist es mit Höchsttemperaturen zwischen 20 und 27 Grad deutlich weniger heiß. Örtlich kann es dort auch regnen.DWD-Meteorologe Markus Eifried rät dazu, in der kommenden Nacht die Fenster zu öffnen: „Die Nacht zum Mittwoch ist die letzte kühle Nacht zum Durchlüften“ – mit Tiefstwerten zwischen zehn und 20 Grad. Am Mittwoch kann es dann selbst an den Küsten bis zu 30 Grad warm werden. Am Rhein sind sogar bis zu 38 Grad möglich. Noch heißer wird es dann am Donnerstag mit Temperaturen von bis zu 39 Grad. Gleichzeitig drohen dann auch kräftige Schauer und Gewitter. Wir begleiten das Wetter und seine Konsequenzen in den kommenden Tagen hier im Liveblog.Ab ins Wasser – aber richtigIn den nächsten Tagen steigt das Thermometer vielerorts wieder weit über die 30-Grad-Marke. Aber Obacht, wer in Freibad, Fluss oder See zum Baden geht, sollte unbedingt ein paar Regeln beachten. Warum es auch heuer schon wieder so viele Badetote gegeben hat, weshalb man vor dem Schwimmen auf einen Schweinebraten verzichten und welche Badesachen man seinen Kindern vorzugsweise anziehen sollte – ein kleiner Überblick.Lorenz ZeckUmweltminister: „Vorfahrt“ für Klimaschutz und erneuerbare EnergienVon einem „schmerzhaften Ausdruck eines Klimanotstands“ sprach jüngst der spanische Premierminister Pedro Sanchez angesichts der Brände in seinem Land. Der deutsche Bundesumweltminister Carsten Schneider wählt nicht das Wort Notstand, betont aber ebenfalls die Dringlichkeit der Lage. „Der Klimawandel ist bereits schmerzhafte Realität und er trifft unseren Kontinent besonders stark“, sagte der SPD-Politiker. Jetzt sei die Zeit für Brandbekämpfung, Nothilfe und europaweite Solidarität. „Zugleich muss es darum gehen, den gefährlichen Klimawandel zu stoppen, damit Hitze, Dürre und Waldbrände in Zukunft nicht noch schlimmer werden“, betonte Schneider. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien und anderer Klima-Lösungen darf jetzt nicht gebremst werden, sondern muss volle Vorfahrt bekommen.“ Das sei ein Gebot ökonomischer Vernunft, aber auch der Schutz von Menschen und ihrer Heimat. Lorenz ZeckUmweltbundesamt: Wird in Zukunft mehr lange Hitzewellen geben„Wenn wir in fünf oder zehn Jahren auf heute zurückblicken, werden wir mit großer Gewissheit sagen, dass 2026 ein eher kühles Jahr war“, sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Und das, obwohl es in Deutschland Ende Juni Rekordtemperaturen von über 40 Grad gegeben hat.In Berlin werde es um 2050 regelmäßig so heiß werden, wie jetzt in Madrid.„Zur Mitte des Jahrhunderts rechnen wir mit zehn zusätzlichen Hitzetagen im Vergleich zu heute“, fügte er hinzu. „Hinzu kommt: Es wird auch noch mehr lange, mehrtägige Hitzephasen geben, wo es auch nachts kaum mehr abkühlt. Und natürlich wird es insgesamt heißer werden.“ Das werde zu enormen Belastungen für die Menschen, die Verkehrsinfrastruktur und die Gesundheitsversorgung führen. Er mahnt daher eindringlich zu mehr Tempo beim Klimaschutz in Deutschland. Lorenz ZeckLetzte Hitzewelle: 90 Prozent mehr Eis verkauftDass es in Deutschland rekordverdächtig wenige Klimaanlagen gibt, wurde bereits während der letzten Hitzewelle im Juni ausgiebig diskutiert. Nun haben Statistiker ausgewertet, worauf die Deutschen bei Temperaturen um die 40 Grad stattdessen setzen: Speiseeis und Wasser. In der letzten Juniwoche wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge 77 Prozent mehr stilles Wasser und 63 Prozent mehr Sprudelwasser gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025. Vom 22. bis zum 28. Juni wurden im Lebensmitteleinzelhandel zudem 90 Prozent mehr Speiseeis abgesetzt. Das seien bei allen drei Warengruppen jeweils die höchsten Absatzmengen seit Anfang 2023 gewesen. Ausgewertet wurden für die Statistik die Daten großer Supermarktketten.Auch bei anderen Getränken wurden Rekordmengen verkauft: Der Absatz von Biermischgetränken war in der letzten Juniwoche 63 Prozent höher als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025. Bei alkoholfreiem Bier wuchs der Absatz um 38 Prozent, bei Limonade um 34 Prozent. Das war allerdings kein neuer Rekord.TickarooLive Blog Software
Hitze in Deutschland: Es wird wieder heiß
In Deutschland klettern die Temperaturen – und die kommende Nacht wird die vorerst letzte kühle sein. Wo es besonders heiß werden soll.














