Immer wieder erhält der US-Präsident öffentlichen Widerspruch aus seiner eigenen Partei. Jetzt hat der republikanische Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, die Trump-Regierung kritisiert. Es geht um offenbar geplante Abschiebungsmaßnahmen gegen haitianische Einwanderinnen und Einwanderer.

Mehr als 300.000 Einwanderer aus Haiti könnten kommende Woche ihre Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in den USA verlieren. Die Trump-Regierung hat laut Fox News und CBS News offenbar bereits die umstrittene US-Einwanderungsvollstreckungsbehörde ICE mobilisiert. Sie plane eine Welle von Festnahmen und Abschiebungen, berichten die US-Sender unter Berufung auf anonyme Quellen in den Bundesbehörden.Im Fokus soll der US-Bundesstaat Ohio stehen und dort insbesondere die Stadt Springfield. Über die haitianischen Einwohner der Stadt hatte US-Präsident Donald Trump im vergangenen Wahlkampf Lügen verbreitet, um seinen migrationsfeindlichen Kurs zu rechtfertigen.

Trumps Lügen im WahlkampfTrump behauptete damals in einer Wahldebatte mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, dass Migranten aus dem Karibikstaat »die Hunde und Katzen der Einwohner« essen würden. Eine Falschaussage.In einem Interview mit CBS News nannte Ohios Gouverneur den Plan der Trump-Regierung, die Festnahmen und Abschiebungen haitianischer Migranten zu verstärken, einen »Fehler«. Die geplanten Abschiebungsmaßnahmen seien »ein Schlag für Springfield« und »ein Schlag für den Bundesstaat Ohio«, so Mike DeWine.