Oberste Fussball-Instanz bestätigt: Embolos Platzverweis gegen Argentinien war regelwidrigDer Platzverweis gegen Breel Embolo im WM-Viertelfinal der Schweiz gegen Argentinien hätte nach Ansicht der obersten Regelhüter des Fussballs nicht erfolgen dürfen.28.07.2026, 11.36 Uhr2 LeseminutenZu unrecht vom Platz geschickt: Der Schweizer Breel Embolo bekommt im WM-Viertelfinal gegen Argentinien nach VAR-Intervention von Schiedsrichter Pedro Silva Pinheiro die Gelb-Rote Karte.Will Oliver / EPA(sda) Der Platzverweis gegen Breel Embolo im WM-Viertelfinal der Schweiz gegen Argentinien hätte nach Ansicht der obersten Regelhüter des Fussballs nicht erfolgen dürfen. Das hat das Sportportal «The Athletic» unter Berufung auf ein neues Rundschreiben des International Football Association Board (IFAB) berichtet.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Embolo ist nach einem Eingriff des Video-Assistenten (VAR) in der 72. Minute beim Stand von 1:1 mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden. Der Schiedsrichter hat zunächst auf Foul am Schweizer Stürmer entschieden und den Argentinier Leandro Paredes verwarnt. Nach der Überprüfung ist dieser Entscheid rückgängig gemacht, Paredes' gelbe Karte annulliert und Embolo wegen einer Schwalbe mit der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen worden.Laut dem IFAB ist dieses Vorgehen nicht mit den geltenden Regeln vereinbar gewesen. Die sogenannte «Mistaken Identity»-Bestimmung diene ausschliesslich dazu, einen irrtümlich verwarnten oder des Feldes verwiesenen Spieler zu identifizieren. Sie dürfe nicht verwendet werden, um einen Entscheid nachträglich von einem Foulspiel in eine Schwalbe umzudeuten. Das IFAB hat gemäss «The Athletic» zwar festgehalten, dass diese Auslegung während der WM teilweise positiv bewertet worden sei. Bis zu einer Überprüfung des VAR-Protokolls darf sie jedoch nicht mehr angewendet werden.Die UEFA und die Swiss Football League (SFL) haben bereits zuvor angekündigt, die Regel im Sinne des IFAB anzuwenden. Die nun veröffentlichte Klarstellung hat diese Auslegung bestätigt. Die Schweiz hat den Viertelfinal nach dem Platzverweis gegen Embolo in der Verlängerung 1:3 verloren und den erstmaligen Einzug in einen WM-Halbfinal verpasst.