PfadnavigationHomePanoramaBaden-WürttembergRund 100 Abiturzeugnisse sind falsch – Abi-Schnitt muss korrigiert werdenStand: 10:57 UhrLesedauer: 2 MinutenQuelle: Bernd Weißbrod/dpaEin Softwarefehler hat an 54 Schulen in Baden-Württemberg zu falschen Abiturnoten geführt. Rund 100 Schüler erhalten neue Zeugnisse, bei etwa 70 von ihnen ändert sich der Schnitt.Einige Schüler in Baden-Württemberg bekommen eine neue Version ihres Abiturzeugnisses, weil der Schnitt wegen eines Softwarefehlers zunächst falsch angegeben war. Wie das Kultusministerium in einer Pressemitteilung schrieb, sind rund 100 Schüler von den fehlerhaften Zeugnissen betroffen, in etwa 70 Fällen ändert sich der Abiturschnitt nochmals. Insgesamt haben in diesem Jahr den Angaben zufolge rund 29.000 Schüler im Land ihr Abitur abgelegt.Für die Betroffenen verschlechtert sich ihre Note laut Ministerium in fast allen Fällen leicht. Demnach geht es bei den meisten um Veränderungen im Bereich von einem oder zwei Zehnteln. Aus einer 2,4 werde also eine 2,5 oder eine 2,6. In wenigen Fällen geht es darüber hinaus. Bestanden haben ihr Abitur aber weiter alle betroffenen Schüler.Grund für die falschen Zeugnisse ist laut Ministerium ein Programmierfehler in einer Software, die viele Schulen im Land für die Verwaltung und Planung der gymnasialen Oberstufe einsetzen. Dabei handele es sich um die Software eines kommerziellen Anbieters. Probleme gab es demnach an 54 Schulen im Land. Zur Überprüfung kam es, weil eine fehlerhafte Berechnung an einem Gymnasium aufgefallen war. Alle Gymnasien im Land, die diese Software nutzen, waren danach zu umfassender Prüfung und Meldung fehlerhafter Abiturzeugnisse aufgerufen.Lesen Sie auchWelche Folgen die falschen Zeugnisse nun für die betroffenen Schüler etwa bei der Bewerbung auf einen Studienplatz haben, ist noch nicht klar. Man sei mit dem Wissenschaftsministerium im Austausch, um für die Betroffenen pragmatische Anpassungen der Note im laufenden Bewerbungsverfahren zu ermöglichen, teilte das Kultusministerium mit – und bedauerte die Unannehmlichkeiten. Auch sei für die betroffenen Bewerber eine direkte Anlaufstelle eingerichtet worden. Der Kontakt wird den Schülern über die Schule mitgeteilt.dpa/jm