Litauen zieht die Schrauben weiter an. Das Außenministerium in Vilnius hat neue Sanktionen gegen Russen und Belarussen vorgelegt – und die reichen tief in Alltag und Kulturbetrieb hinein. Geplant sind schärfere Regeln beim Immobilienkauf nahe strategisch wichtiger Objekte und Einreisebeschränkungen für Kulturschaffende, Sportler und Künstler. Der Entwurf wurde am 26. Juli 2026 zur Abstimmung vorgelegt.

Es handelt sich bislang zwar nur um Vorschläge, nicht um geltendes Recht. Für die betroffenen Gruppen könnte sich dennoch viel ändern – rund 48.900 Belarussen und 13.400 Russen lebten Mitte 2026 mit gültigen Papieren im Land. Was genau geplant ist und warum es Widerspruch gibt, im Überblick.

Wer künftig nicht mehr in Litauen auftreten darf

Der Kern des Vorstoßes: Menschen und Organisationen aus Bildung, Wissenschaft, Kultur, Sport, Kunst und Unterhaltung sollen ausgeschlossen werden können.

Betroffen wären nach dem Entwurf jene, die Russlands Krieg gegen die Ukraine unterstützen, daran beteiligt waren oder in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten tätig wurden. Auch wer die Souveränität oder Sicherheit der Ukraine untergräbt oder Repressionen in Russland und Belarus stützt, könnte abgewiesen werden.