Am Montag erschien Yan Diomande, 19, in den Liegenschaften seines Arbeitgebers RB Leipzig pünktlich zur Dienstaufnahme; er spulte dort die Fitness- und Gesundheitstests ab, die vor der Fußball-Weltmeisterschaft vereinbart worden waren, und posierte für Fotos. Ein Routinevorgang? Einerseits schon. Andererseits erfüllte er alle Definitionskriterien einer Nachricht. Zumindest, wenn man sich über das Wochenende das Gekrächze der Transfermarktkrähen in den sozialen Netzwerken angehört hatte. Dort hatte es geheißen, dass sich Diomande, von den internationalen Medien zu einer der WM-Sensationen hochgejazzt, längst Real Madrid angeschlossen habe. Done deal? Nicht ganz. Allein schon deshalb, weil eine offizielle Bestätigung der beteiligten Parteien – Real Madrid, Diomande, RB Leipzig – ausstand. Was sich am Montag allerdings sehr wohl abzeichnete: dass Diomande nicht aufzuhalten sein wird. Und bald schon das blütenweiße Hemd des spanischen Rekordmeisters tragen wird.