Es war ein erfolgreiches Wochenende für das Rhein-Main-Gebiet. Vier Tage lang fielen bei den Finals 2026 an neun Sportstätten in Hannover, am Steinhuder Meer sowie bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid 143 Meisterschaftsentscheidungen in 24 Sportarten. Mittendrin: Athletinnen und Athleten aus Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und dem Umland, die sich behaupteten.Große Erfolge in der LeichtathletikIm Hammerwurf verteidigte die für Eintracht Frankfurt startende Aileen Kuhn mit 71,38 Metern erfolgreich ihren deutschen Meistertitel. Ihre Vereinskollegin Samantha Borutta folgte ihr mit 69,71 Metern auf dem zweiten Platz. Auch bei den Männern ging der Hammerwurf-Titel an die Eintracht: Merlin Hummel gewann mit einem Wurf von 79,18 Metern Gold, Sören Klose mit 78,18 Metern Silber.Frankfurt kann Hammerwurf: Merlin Hummel gewinnt den Titel bei den Männern.dpaBronze gab es für Leia Braunagel im Diskuswurf und für Sarah Franziska Vogel im Stabhochsprung, beide ebenfalls im Trikot der Eintracht. Der in Berlin lebende Mainzer und EM-Zweite Julian Weber gewann im Speerwurf seinen sechsten deutschen Meistertitel in Serie und zog damit mit der Speerwurf-Legende Klaus Wolfermann, Olympiasieger von München 1972, gleich.Auf der Bahn dominierten die regionalen Läuferinnen vor allem die Mittelstrecken. Über die 800 Meter der Frauen gab es einen kompletten Rhein-Main-Dreifachsieg: Gold ging an Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt) vor Jana Marie Becker (Königsteiner LV) und Lara Tortell (Athletics Team Karben). Über 200 Meter kam Judith Bilepo Mokobe (USC Mainz) als Erste ins Ziel. Im Finale über die 400 Meter Hürden der Frauen gewann Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg), Dritte wurde Yasmin Amaadacho (Frankfurt Athletics).Neuer Meisterschaftsrekord: Emil Agyekum siegt beim 400-Meter-Hürdenlauf der Männer.dpaBei den Männern lief Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar) über 100 Meter auf Platz zwei, gefolgt von seinem Vereinskollegen Kevin Kranz. Emil Agyekum – der für den SCC Berlin startet, aber in Frankfurt lebt und trainiert – setzte sich über 400 Meter Hürden durch. Seinen Rekord, den der 27 Jahre alte Athlet erst vor knapp einer Woche beim Diamond-League-Meeting in London aufgestellt hatte, konnte er diesmal nicht unterbieten. Er knackte aber trotzdem Schmids Meisterschaftsrekord (47,65 Sekunden). Mit Owe Fischer-Breiholz (Silber) und Lasse Schmitt (Bronze) standen neben Agyekum gleich zwei Athleten des Königsteiner LV auf dem Podest. Über 800 Meter lief Tom Stöber (TV Wetzlar) auf Rang drei, über 1500 Meter sicherte sich Marc Tortell vom Athletics Team Karben die Silbermedaille.Auf und im WasserAuch auf dem Wasser war die Region erfolgreich vertreten. Im Coastal-Mixed-Doppelvierer überquerte Juliane Faralisch von der Frankfurter Rudergesellschaft Germania mit ihrem Team als Erste die Ziellinie, die Vereinskollegen Leander Spalek und Elias Aronovici belegten Platz drei. Für einen weiteren Titel sorgte schließlich Valentin Luz aus Wiesbaden: Der Ruderer der Frankfurter RG Germania gewann gemeinsam mit seiner Partnerin Kathrin Marchand vom RTHC Bayer Leverkusen die Para-Mixed-Kategorie.Im Becken gewann Anna Elendt von der Schwimmgemeinschaft Frankfurt die Lagenmeisterschaft über die Bruststrecke der Damen, Bronze ging an Hannah Schneider vom Hofheimer Schwimmclub. In derselben Disziplin erreichte Mathis Schönung (SG EWR Rheinhessen-Mainz) den zweiten Platz bei den Männern. Über die Rückenlage der Männer schwamm Peer Möller (SG Frankfurt) auf Platz zwei, in der Freistil-Lagenmeisterschaft der Herren wurde Timo Sorgius (SC Wiesbaden 1911) Dritter.Turnen und TeamsportAm Reck sicherte sich Fabian Lotz vom Kunstturnverein Wetzlar die Silbermedaille und sorgte damit für den erfolgreichsten Rhein-Main-Auftritt in der Turnhalle. Im Karate gewannen die Hessen Lions, das Auswahl-Herrenteam des Hessischen Fachverbandes, in der Entscheidung beim Team-Kumite Silber.In den Teamsportarten setzten vor allem die Frauen ein Ausrufezeichen: Die SG Kelkheim Lizzards gewannen im Flag-Football den deutschen Meistertitel. Bei den Männern verpassten die Walldorf Wanderers den Titel nur knapp und wurden Zweite. Im 7er-Rugby der Herren sicherte sich der SC Frankfurt 1880 die Bronzemedaille. Die Frankfurt Skyliners konnten ihren Titel im 3×3-Basketball nicht erfolgreich verteidigen, dem Team aus Bonn unterlagen sie im Finale 12:22.
Finals 2026: Die erfolgreichsten Sportler aus dem Rhein-Main-Gebiet
Bei den Finals in Hannover, bei denen in 24 Sportarten die deutschen Meistertitel vergeben wurden, sicherten sich Sportlerinnen und Sportler aus dem Rhein-Main-Gebiet gleich mehrere Medaillen.















