Wer in der Softwareentwicklung ein gemeinsames Verständnis für die Fachdomäne schaffen will, kommt an EventStorming kaum vorbei. Die Workshop-Technik hat sich in den vergangenen Jahren als Standard etabliert – doch in der Praxis reicht die Methode allein oft nicht aus. Wie sich EventStorming daher nicht als singuläre Methode, sondern als ein Baustein in einem größeren Repertoire kollaborativer Modellierung verstehen lässt, darüber diskutiert Eberhard Wolff in dieser Folge mit Tom Asel und Daniel Sack. Im Verlauf des Gesprächs zeigen sie konkret, welche typischen Fallstricke es gibt und weshalb Teams sich nicht blind auf das Format verlassen sollten.

EventStorming wurde von Alberto Brandolini im Umfeld von Domain-driven Design (DDD) entwickelt und ist im Vergleich zu anderen Verfahren bewusst leichtgewichtig. Die Methode kommt zunächst ohne Rechner aus: Teilnehmende visualisieren fachliche Abläufe mit farbigen Klebezetteln auf einer großen Wand. Orangefarbene Zettel stehen für Domain Events, also fachliche Ereignisse, blaue für Commands, die diese Ereignisse auslösen, gelbe für Aggregates. Weitere Farben markieren Policys, Read Models, beteiligte Personen, Systeme oder sogenannte Hotspots – Stellen, an denen es hakt oder Klärungsbedarf besteht.