Mehr als 455 Millionen Euro soll eine höhere Alkoholsteuer bringen. Doch viele bezweifeln, dass damit seltener zur Flasche gegriffen wird.

Der Gesetzesentwurf sieht eine Steuererhöhung um 20 Prozent auf Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn vor

Christian Werner/plainpicture

dpa Die geplante stärkere Besteuerung alkoholischer Getränke stößt einer Umfrage zufolge bei einer großen Mehrheit der Bürger auf Zustimmung. Knapp zwei Drittel gaben in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) an, dass sie diesen Vorstoß der Bundesregierung für sinnvoll halten. Ein Drittel hält ihn für nicht sinnvoll.

Gleichzeitig ist der Glaube an die Lenkungswirkung der Steuererhöhung sehr begrenzt. Zwei Drittel der Befragten glauben nicht, dass der Konsum der betreffenden Getränke dadurch zurückgehen wird, knapp ein Drittel (29 Prozent) hat diese Hoffnung. Tendenziell zeigen sich die Befürworter der Steuererhöhung hier etwas zuversichtlicher (35 Prozent).