PfadnavigationHomeRegionalesHamburgSchleswig-HolsteinTornado deckt dutzende Gebäude in Glückstadt abStand: 09:50 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Feuerwehr hatte nach dem Wettereignis eine Menge zu tunQuelle: Carsten Rehder/dpaInnerhalb weniger Minuten verwandelt sich ein Streifen westlich der Elbe in ein Trümmerfeld, daneben bleibt manches Haus nahezu unversehrt. Die Schäden passen zu einem Tornado der Stufe F1.Ein mutmaßlicher Tornado hat am Sonntagabend in Glückstadt und dem benachbarten Herzhorn im Kreis Steinburg eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Nach Angaben der Polizei wurden 40 bis 50 Gebäude beschädigt. Dächer wurden teilweise abgedeckt, Oberleitungen in Mitleidenschaft gezogen und Gartenhäuser aus ihren Verankerungen gerissen. Der Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen im sechs- bis siebenstelligen Euro-Bereich liegen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Mehrere Anwohner mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Lesen Sie auchBesonders betroffen waren Wohnhäuser, Nebengebäude und landwirtschaftliche Flächen in einem eng begrenzten Gebiet westlich der Elbe. Die Schadensbilder mit punktuell massiven Zerstörungen bei gleichzeitig weitgehend unbeschädigten Nachbargrundstücken gelten unter Meteorologen als typisches Indiz für einen Tornado.Die private Dokumentationsplattform Tornadoliste.de hat das Ereignis bereits als Tornado eingestuft und ordnet es vorläufig der Stärke F1 auf der Fujita-Skala zu. Tornados dieser Kategorie erreichen Windgeschwindigkeiten von etwa 117 bis 180 Stundenkilometern und können Dächer beschädigen, Bäume entwurzeln sowie leichte Gebäude erheblich in Mitleidenschaft ziehen. Die Betreiber der Plattform verweisen auf zahlreiche dokumentierte Schäden in Glückstadt und Herzhorn. Eine offizielle Bewertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stand zunächst noch aus. Wetterdienst hatte kräftige Windböen vorausgesagtDas Unwetter ereignete sich im Einflussbereich eines Randtiefs über der Ostsee. Für Schleswig-Holstein hatte der DWD vorübergehend vor kräftigen Windböen und stürmischen Böen gewarnt. In exponierten Lagen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern erwartet. Auch auf den Straßen sorgte das Wetter für erhebliche Probleme. Nahezu zeitgleich kam es auf der A7 bei Bad Bramstedt im Kreis Segeberg zu zwei Unfällen infolge von Starkregen und Aquaplaning. In Fahrtrichtung Süden kam ein Auto von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. In Richtung Norden kollidierten zwei Fahrzeuge. Fünf Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die Autobahn musste zeitweise teilweise gesperrt werden, der Verkehr wurde umgeleitet beziehungsweise auf einen Fahrstreifen reduziert. Tornados sind keine SeltenheitTornados sind in Deutschland deutlich häufiger als oft angenommen. Nach Angaben von Tornadobeobachtern werden jedes Jahr mehrere Dutzend Verdachtsfälle registriert, von denen ein Teil bestätigt wird. Schleswig-Holstein gehört aufgrund seiner Lage zwischen Nord- und Ostsee zu den Bundesländern, in denen immer wieder Trichterwolken und vereinzelt auch Tornados beobachtet werden. Erst Anfang Juli war auf Fehmarn ein weiterer Tornadofall dokumentiert worden. Für die betroffenen Bewohner in Glückstadt beginnt nun die Aufräumarbeit. Polizei, Feuerwehren und Energieversorger waren bis in die Nacht im Einsatz, um beschädigte Gebäude zu sichern, Verkehrswege freizuräumen und die Folgen des Unwetters zu beseitigen.jlau
Schleswig-Holstein: Tornado deckt dutzende Gebäude in Glückstadt ab - WELT
Innerhalb weniger Minuten verwandelt sich ein Streifen westlich der Elbe in ein Trümmerfeld, daneben bleibt manches Haus nahezu unversehrt. Die Schäden passen zu einem Tornado der Stufe F1.












