Sachsen trauert mit Berlin. Einen Tag nach dem islamistisch motivierten Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin, gedachten 400 Menschen am Sonntagabend in der Dresdner Innenstadt der Toten und Verletzten von Berlin.

In der Rosmaringasse, gleich hinter dem Kulturpalast, wurden Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. Der Ort hat starke Symbolkraft, denn auch dort wurde am 4. Oktober 2020 zwei Touristen aus Nodrhein-Westfalen von einem Syrer mit einem Messer angegriffen. Ein Mann starb, sein Partner überlebte schwer verletzt. Eine Bodentafel erinnert an den Mord - mit klarer religiöser Motivation: „Zum Gedenken an die Opfer und Betroffenen der Messerattacke vom 4. Oktober 2020. Der Tathintergrund war terroristischer Islamismus.“

Für die Stadtverwaltung war Vize-OB Jan Donhauser (CDU) vor Ort. Oberbürgermeister Dirk Hilbert meldete sich bei Facebook: „Der Anschlag auf Feiernde beim CSD in Berlin ist eine feige und menschenverachtende Tat. Mein Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Familien und Freunden“, erklärte er. Auch er musste sofort an den Messerangriff von damals in Dresden denken, der die Stadt und die queere Community erschütterte. „Diese Taten richteten sich gegen unsere offene, vielfältige Gemeinschaft und die Werte, die uns tragen. Umso wichtiger ist es, entschlossen dieser und jeder anderen Form von Extremismus entgegenzutreten, die unsere Freiheit und Vielfalt bedroht.“