Vier Spiele der ersten Xbox laufen jetzt nativ auf Windows-PCs und Handhelds, teilte Microsoft mit. Was das Unternehmen dabei nicht erwähnte: Dahinter steckt offenbar ein vollständiger Xbox-360-Emulator.
Xbox Backward Compatibility on PC heißt das Programm, das Microsoft zunächst in einer frühen Fassung verteilt. Den Anfang machen „BLiNX: The Time Sweeper“, „Conker: Live and Reloaded“, „Crimson Skies: High Road to Revenge“ und „Fuzion Frenzy“. Jeder Titel kostet einzeln 10 Euro und ist in allen Stufen des Xbox Game Pass enthalten. Wer die Spiele bereits digital für die Konsole gekauft hat, bekommt die PC-Fassung ohne Aufpreis, schreibt Microsoft in einem Blog-Eintrag.
Reine Portierungen sind das nicht. Die Spiele lassen sich am PC mit bis zu vierfacher Auflösungsskalierung, VSync, anisotroper Filterung und verbessertem Anti-Aliasing betreiben, dazu kommen Fenster- und Vollbildmodus. Vorausgesetzt werden Windows 11 und die Xbox-App, die Hardware-Anforderungen bleiben mit einer GeForce GTX 950 und 8 GByte RAM niedrig.
Emulator im Emulator
Wie Microsoft das technisch löst, hat der IT-Sicherheitsforscher Milenko herausgefunden. Er hat die PC-Fassung von „Fuzion Frenzy“ auseinandergenommen und darin einen Emulator namens XeO3 gefunden – die Emulationstechnik, mit der Xbox One und Xbox Series X/S bislang Spiele der Xbox 360 wiedergeben. Innerhalb dieses emulierten Xbox-360-Systems läuft dann XEFU, jene Emulationsschicht, mit der die Xbox 360 seinerzeit Spiele der ersten Xbox ausführte.











