Techno ist Kulturgut, zu dem Millionen Menschen gemeinsam gefeiert haben. In Berlin ist die Bewegung mit kaum jemandem enger verbunden als mit Dr. Motte, dem Gründer der legendären Loveparade.Eine neue ARD-Dokumentation zeichnet nun die Geschichte der elektronischen Musikkultur nach. „Love is stronger“ ist ein vielschichtiges Porträt über die Entschlossenheit, Techno trotz aller Widerstände den Raum zu verschaffen, den er verdient hat.

Der Film erzählt vor dem Hintergrund der Loveparade auch die Geschichte von Rave The Planet – jener modernen Neuauflage, die 2022 erstmals durch Berlin zog. Dr. Motte und seine Frau Ellen Dosch-Roeingh wurden dafür über mehrere Jahre hinweg von der Kamera begleitet – von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung der Parade.

Ab Ende Juli ist die Doku zu sehen, am 15. August findet dann die fünfte Auflage von Rave The Planet statt.

1. Dr. Motte, Sie sind 1960 in Spandau zur Welt gekommen und dort auch aufgewachsen. Was sind Ihre frühesten Kindheits- und Jugenderinnerungen in der geteilten Stadt?Ich war schon als Kind immer sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe die ganze Stadt auf zwei Rädern erkundet – bis ich eben an die Mauer kam. Dann habe ich eine andere Richtung eingeschlagen, bis ich wieder an eine Mauer kam. Und so weiter.