Berlins Spitzenpolitiker und der Queerbeauftragte reagieren nach dem Anschlag auf den CSD mit Trauer und Entsetzen. Die AfD nutzt den Angriff für ihre Agenda.

„Schrecklicher, brutaler Anschlag“: Kai Wegner (CDU) spricht am Tatort

Annegret Hilse/reuters

Ein Hubschrauber dröhnt am Himmel, als Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Sonntagnachmittag im Berliner Tiergarten mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ans Mikrofon tritt. Vor ihnen drängen sich Jour­na­lis­t:in­nen im Regen, dutzende Kameras sind auf die Politiker gerichtet. Hinter den beiden versperren rot-weißes Flatterband und mehrere Polizeifahrzeuge den Weg. Die Gesichter sind ernst.

„Wir haben es mit einem erneuten islamistischen Terrorangriff zu tun“, sagt Wegner. „Er zielte auf die Art und Weise unseres Zusammenlebens, unsere liberale Demokratie, unsere Offenheit und unsere Freiheit.“ Berlin habe am Vortag „einen tollen Tag gefeiert“, betont der Regierende Bürgermeister. „Die Stadt war bunt und hat gezeigt, wie vielfältig und wie offen sie ist. Aber um 22 Uhr wurde es dunkel.“