Milan Knížák prägte die tschechische Kunstszene als Aktionskünstler und Pädagoge. Seine Arbeit als Rektor der Akademie der Bildenden Künste Prag polarisierte. Ein Nachruf.

Milan Knížák 2023 in einer Ausstellung vor einem seiner Bilder

Krumphanzl Michal/CTK/dpa

dpa/taz | Der tschechische Aktionskünstler Milan Knížák ist tot. Der frühere langjährige Leiter der Prager Nationalgalerie starb am Sonntag im Alter von 86 Jahren, wie der tschechische Kulturminister Oto Klempir auf X mitteilte. Knížák habe die Freiheit des Menschen und die Freiheit des Werks in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt, betonte der Politiker. Als Pädagoge habe er Generationen von Künstlern geprägt.

Während der Zeit des Sozialismus war Knížák in der Untergrund-Kunstszene aktiv und Gründer der Rockgruppe „Aktual“. Als Vertreter der Fluxus-Bewegung beteiligte er sich an Happenings.