Die Waldbrände im Amazonasgebiet Brasiliens sind 2025 signifikant zurückgegangen. Doch für eine Entwarnung besteht kein Grund.

2024 tobten im brasilianischen Amazonasgebiet die schwersten Brände seit 17 Jahren

Marcelo Camargo/Agencia Brazil/picture alliance

Im vergangenen Jahr hat es im Amazonas-Regenwald so wenig gebrannt wie seit vier Jahrzehnten nicht. Ein „historischer Moment“, jubeln die brasilianischen Medien. Laut Daten des aktuellen Feuerberichts des Netzwerks MapBiomas, eines Zusammenschlusses von Universitäten, NGOs und Tech-Firmen, ist 2025 dort nur ein Fünftel der Fläche des Vorjahres verbrannt, etwa so groß wie Brandenburg.

Für die meisten Brände sind direkt oder indirekt Menschen verantwortlich. Etwa indem sie schwer brennbaren Regenwald in leicht entflammbare Rinderweiden und Sojafelder verwandeln und diese zur Verbesserung der Fruchtbarkeit regelmäßig abfackeln, indem sie unkontrolliert Müll verbrennen oder Feuersbrünste zur billigen Rodung einsetzen.