Zum ersten Mal findet dieses Jahr in Berlin der Drag* March statt. Nur doof, dass er genau zeitgleich zum Dyke* March geplant wurde.

Wohin soll's gehen? Dyke* March und Drag* March fanden in Berlin gleichzeitig statt

Fabian Sommer/dpa

„Liebe Genderbender, Drag-Kings, Queens, und In-Betweens!“. So werden die gut 200 Teilnehmenden begrüßt, die sich am Freitagnachmittag auf dem Platz der Republik vor dem Bundestag für den ersten Drag* March in der Geschichte Berlins versammelt haben. Davon waren nur ca. 20 in Drag gekleidet – die meisten als Queen, eine Handvoll Kings. Organisiert wurde der March vom Berliner CSD e. V., Travestie für Deutschland und dem Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Die Strecke führte vom Bundestag über die Scheidemannstraße, die Yitzhak-Rabin-Straße und bog schließlich in die Straße des 17. Juni ein, um auf das Brandenburger Tor zuzulaufen. Dabei war der Marsch bewusst kurz gehalten und nur gut einen Kilometer lang. Grund dafür: „Man muss an all die Leute in Stöckelschuhen denken“, sagte eine Queen. Eine Live Big Band führte den Marsch an – die erste Trompete spielte eine Queen im Hochzeitskleid – und setzte sich zu „Bella Ciao“ in Bewegung.