Das Problem Erderwärmung kann nur global gelöst werden. Allein auf die nationale Transformation zu setzen, wird am Ziel vorbeiführen.

W as tun, wenn Klimaschutz nicht mehr die Priorität hat, die ihm zusteht? Wie soll man auf das internationale Fiasko der Klimapolitik reagieren, dass US-Präsident Donald Trump eingeleitet hat? Jammern, klagen und die Klimapolitik unter Finanzierungsvorbehalt setzen? Nein, wir müssen das Kunststück vollbringen, mit weniger Geld mehr Klimaschutz zu erzielen. Die Politik hat sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz vor allem durch Maßnahmen in Deutschland zu verbessern.

Allerdings wankt das nationale Klimaziel. Weder Gesellschaft noch Regierungskoalition scheinen bereit zu sein, den noch unabsehbaren Preis für diese Entwicklung zu zahlen. Völlig unbeachtet bleibt dabei, dass Klimaschutz im Ausland billiger ist und zugleich wesentlich mehr als 2 Prozent der weltweiten Emissionen beeinflussen könnte. Das entspricht der Summe, die Deutschland einspart, wenn es eines Tages klimaneutral wird. Nicht nur die richtige Bilanz im eigenen Land ist wichtig, sondern auch der absolute Beitrag zur Minderung der Emissionen weltweit.

Maßnahmen wie pauschale E-Auto-Kaufprämien, Förderung von Plug-in-Hybriden, E-Fuels für normale Pkws und die Absicht, grünen Wasserstoff primär in Deutschland zu produzieren, sind teuer. Für das gleiche Geld ließe sich möglicherweise international deutlich mehr CO2 sparen, indem wir vorrangig im Globalen Süden Kapital investierten, um zum Beispiel den Regenwald oder die Moore zu schützen.