Die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Maine hat einen neuen Senatskandidaten bestimmt, nachdem sich der ursprüngliche Kandidat Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Rennen zurückgezogen hatte. Die Delegierten auf einem Nominierungsparteitag stimmten am Samstag für den früheren Präsidenten des Senats von Maine, Troy Jackson. Er soll nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins antreten.

Die Demokraten sehen in Maine eine ihrer besten Chancen, den Republikanern einen Senatssitz abzunehmen. Um die Kontrolle über die Kongresskammer zurückzugewinnen, müssten die Demokraten mehrere hart umkämpfte Senatssitze für sich gewinnen, neben diesem in Maine auch welche in North Carolina, Alaska und Ohio.Im Gegensatz zu dem Quereinsteiger Platner ist der 58-jährige Jackson seit Jahrzehnten in Maine politisch aktiv, zunächst als Abgeordneter des Repräsentantenhauses, später des Senats. Jackson ist gelernter Holzfäller und wuchs an der Grenze zum französischsprachigen Teil von Kanada auf. Er stellte sich 2000 zunächst für die Republikaner zur Wahl, erlangte aber keinen Sitz in Maines Repräsentantenhaus. 2002 trat er als unabhängiger Kandidat an, seit 2004 dann für die Demokraten.