Teenager am Smartphone: Gewohnt, alles per App zu machen

Jetzt geht es in der Altersvorsorge um die Wurst. Diese Woche hat das Bundesfinanzministerium verkündet, wie die Frühstartrente aussehen soll, wie sie strukturiert werden soll und mit welchen Kosten private Anbieter Fonds und andere Produkte an den Start bringen dürfen .

Da die Frühstartrenten später nahtlos in richtige Altersvorsorgedepots umgewandelt werden können, wird hier auch ein Eckstein für den künftigen Markt der Altersvorsorge gelegt. Mit der Frühstartrente sollen künftig alle Kinder und Jugendlichen einen Zugang zum Finanzmarkt bekommen, versüßt durch etwas Förderung vom Staat.

Neue Struktur fürs AlterssparenBei der Frühstartrente gewährt der Fiskus zum Start nur zehn Euro Förderung im Monat und auch nur für einen Geburtsjahrgang – den Jahrgang 2020. Künftig will der Staat allen 6- bis 18-Jährigen die Fördersumme auf ein solches Konto einzahlen. Doch die angelegten Strukturentscheidungen reichen weiter. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft hatte im vergangenen Jahr ein Konzept entworfen, von dem sich wichtige Teile im Referentenentwurf wiederfinden .

Jeder und jede Jugendliche ab Jahrgang 2020 soll ein solches Konto bekommen, soll herangeführt werden an den Kapitalmarkt, soll schon in jungen Jahren über die richtige Vorsorge fürs Alter nachdenken. Dafür gibt es jetzt zehn Euro im Monat, wie früher die geschenkte Spardose von der Hausbank. Mit Bildungsauftrag inklusive und mit tatsächlicher Chancengleichheit, jedenfalls bei diesen staatlichen Hilfen. Die Älteren bis Jahrgang 2019 gehen allerdings leer aus.