Die Natur in Brandenburg macht Waldbesuchern zu schaffen. Nach der massiven Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners ist jetzt auch der Kiefernprozessionsspinner auf dem Vormarsch. Mehrere Landkreise warnen vor den haarigen Raupen – und rufen Spaziergänger und Hundehalter zur Vorsicht auf.

Die Brennhaare der Raupen lösen bei Menschen Hautreizungen und allergische Symptome aus. Für Hunde ist die Gefahr noch größer. Anders als sein Verwandter an den Eichen taucht der Kiefernprozessionsspinner erst im Hochsommer auf – und macht sich vor allem am Waldboden breit.

Diese Raupenart ernährt sich von den Nadeln der Kiefer. Bei Massenentwicklungen können sie ganze Bestände kahl fressen – gerade in Monokulturen. Auch in den Vorjahren kam es in den Brandenburger Wäldern zu solchem Kahlfraß. Da die Region stark von der Kiefer geprägt ist, bietet sie der Raupe ideale Bedingungen.

Gefahr geht von den Brennhaaren aus

Die Warnungen kommen aus mehreren Landkreisen. Ostprignitz-Ruppin meldet in Neuruppin ein vermehrtes Auftreten und ruft zu erhöhter Vorsicht auf. Auch im Kreis Teltow-Fläming ist der Befall ein Thema. Besonders in den Waldgemeinden Borkheide und Borkwalde seien vermehrt langhaarige Raupen zu beobachten, meldete das Amt Brück. Sie seien sowohl auf den Bäumen als auch am Boden unterwegs.