Ungarns ehemaliger Ministerpräsident Viktor Orbán hat beim ersten Großauftritt nach der Wahlniederlage vom April seine Fidesz-Partei zum „Widerstand“ gegen die „Willkürherrschaft“ seines Nachfolgers Péter Magyar aufgerufen. „Der Fidesz muss jetzt ganz anders funktionieren und dem nationalen Widerstand dienen“, sagte er vor tausenden Anhängern im rumänischen Kurort Baile Tusnad.

Magyar und seine bürgerliche Tisza-Partei hatten in den ersten Wochen ihrer Regierung Verfassungsänderungen und Gesetze beschlossen, die die Aussichten der Orban-Partei auf eine Rückkehr an die Macht deutlich schwächen.

Auch kann künftig niemand öfter als zweimal Ministerpräsident und niemand öfter als dreimal Parlamentsabgeordneter sein.

Erste Ermittlungen der Staatsanwaltschaft führten am letzten Dienstag zur Beschlagnahme der Fidesz-Server wegen des Verdachts auf unerlaubte Wahlkampffinanzierung.

Die neue Regierung wolle jegliche Opposition ausschalten, sagte Orban in Baile Tusnad.