Wie gut darf ein Auto riechen?Das war’s mit der Generation Wunderbaum. Über Jahrzehnte wurde man in Autos und Taxis von Apfel, Vanille oder „New Car“ zugedröhnt, weil der Fahrzeughalter offensichtlich ein Faible für sehr intensive synthetische Duftstoffe hatte oder Raucher war und seinen Geruchssinn sowieso längst eingeäschert hatte. In den vergangenen Jahren baumelten unter dem Rückspiegel bereits eine Reihe anderer Duftbäume oder Duftsterne, aber die Leute aus der gehobenen Parfumbranche haben offensichtlich auch mal wieder einen Pkw bestiegen und festgestellt: Da ist noch viel gute Luft nach oben. Nach Diptyque und Jo Malone hat nun Byredo gerade seinen ersten „Car Diffuser“ herausgebracht. In den drei Duftkompositionen Bibliothèque, Coin Laundry (haha) und, für eine schwedische Marke natürlich naheliegend, Summer Rain. Bei Uber könnten sie eigentlich allmählich eine neue Kategorie einführen. Neben „XL“, „Wait & Save“ und „Uber by Women“ so etwas wie „Uber flavoured“, damit der Gast gleich weiß, dass bei diesen Fahrern ein guter Raumduft am Start ist. Kostet aber womöglich deutlich extra. Der Car Diffuser von Byredo zumindest hat einen Preis von 110 Euro. Ist eben ganz offensichtlich kein Duftbaum, sondern ein richtiges Parfum fürs Auto. HelloKleanKlares Wasser marsch!Vor einigen Jahren hat das Start-up „Hello Klean“ einem alltäglichen Feind den Krieg erklärt: Kalk in unseren Wasserleitungen. Der hat nämlich nicht nur die unschöne Angewohnheit, die Kaffeemaschine und Wasserhähne zu verstopfen, sondern auch beim Duschen und Baden Einfluss auf unsere Haut zu nehmen. Haar ohne Glanz, trockene Haut und andere Irritationen werden durch kalkhaltiges oder sonst wie belastetes Wasser gefördert, außerdem wirken viele Haar- und Hautpflegeprodukte damit nicht richtig. Deshalb hat Hello Klean einen Duschkopf entwickelt, dessen eingebauter Filter Abhilfe schaffen und das Wasser auf unserer Haut klar und weich machen soll. Auch schädliches Chlor, Schwermetalle und Verunreinigungen werden gefiltert, gleichzeitig sorgt die Bauart für einen stärkeren Wasserstrahl.Die Zahlen der Marke klingen vielversprechend: 97 Prozent Chlorreduktion und 82 Prozent Kalkreduktion sollen angeblich mit dem Duschkopf erreicht und zusätzlich 25 Prozent Wasser gespart werden. Neben verschiedenen Hardware-Lösungen hat sich das Sortiment zuletzt auch noch um spezielle Pflegeprodukte erweitert, die zusätzlich die Symptome von kalk- und chlorhaltigem Wasser auf der Haut minimieren sollen. Dass die Idee nicht nur ein Marketing-Experiment war, sondern tatsächlich weitreichendes Potenzial hat, dürfte eine aktuelle Nachricht von Hello Klean bestätigen: Gerade ist Brita, der Marktführer in Sachen Wasserfiltration, als Investor eingestiegen – es ist das erste Mal, dass sich das Unternehmen in der Körperpflegebranche engagiert. Die Preise für die Duschköpfe beginnen ab 72 Euro, die Filter sollten alle drei bis vier Monate gewechselt werden. Nagel und KimcheDie schönen und hässlichen Seiten der ModeweltWer glaubt, sowieso schon alles über die Fashionbranche zu wissen, weil ja jeder jederzeit alles filmt, streamt und in seinen Storys postet – das ist natürlich nur eine hübsche Illusion. Ein paar Dinge gibt es da durchaus noch zu erfahren und zu enthüllen. Der in Berlin lebende Journalist Adriano Sack schreibt seit Jahren nicht nur, aber regelmäßig über Mode und die sogenannte Glamourwelt, die sie umgibt. Sein Blick ist dabei immer auf die kleinen Details gerichtet, die andere gern mal übersehen, die aber so viel mehr über das große verrückte Ganze erzählen. Nebenbei schreibt er außerdem Bücher, normalerweise über ganz andere Themen, aber nächste Woche erscheint sein neuer Roman „In die Sonne fliegen“, der sich nun doch mal der Modewelt widmet.„Glamour ist ein Überlebenskampf – und nicht alle sind ihm gewachsen“, kündigt der Verlag Nagel und Kimche das Buch an. Ganz so dramatisch geht es nicht los. Erst mal lernt man die fünf Hauptfiguren kennen, die sich wiederum auf einem Shooting für eine total angesagte Modemarke namens Santini kennenlernen, wo der Champagner brackig schmeckt, sie jedoch zur gefeierten „Glam Gang“ aufsteigen. Im Mittelpunkt steht Felix, ein fast unerträglich attraktiver Jüngling aus einer verlotterten Weinhändlerfamilie, der ein Videotagebuch über seine Highs und Höllentrips in der Model- und Modewelt geführt hat. Was genau er da alles festgehalten hat? Genau darum geht es in diesem „modernen Abenteuerroman“ über die Tücken des Erfolgs und die „überlebenswichtige“ Bedeutung von Freundschaft. Wer durch „The Beautiful Fall“ von Alicia Drake die Fashionszene der Siebziger kennenlernte, wird durch „In die Sonne fliegen“ in jedem Fall viel über die aktuelle Zeit, über Followerzahlen, Privatjets und Celebrity-Partys erfahren. Ab 28. Juli im Buchhandel. Team Dr. JosephAlpine ErfrischungManch Urlauber in Südtirol kommt vielleicht in diesen Wochen in Bruneck vorbei. Das schöne Städtchen im Pustertal ist die Heimat von Team Dr. Joseph – einem Spezialisten für naturnahe Pflege- und Kosmetikprodukte, der im 40. Jahr seines Bestehens längst den alpinen Geheimtipp-Charakter hinter sich gelassen hat und heute ein Vorzeigehersteller der Naturkosmetik ist. Gegründet vom Pflanzenexperten Dr. Joseph Franz, entwickelte die Marke bereits früh das Konzept der „Hightech Natural Cosmetics“. Die damalige Idee, natürliche Wirkstoffe durch moderne Forschung und Biotechnologie gezielt zu verstärken, ist inzwischen in vielen Pflegeprodukten von Dr. Joseph verwirklicht – vom Shampoo bis zu „Age Repair Miracle Drops“. Heimlicher Bestseller dieses Sommers ist aber eine vergleichsweise einfache Anwendung: „Hyaluronic Blossom Facial Mist“ ist kein Mist, sondern die Rettung an heißen Sommertagen, an denen man sich im Büro oder unterwegs nach einer kurzen Erfrischung sehnt. Einfach ein bisschen Sprühnebel über Gesicht und Hals und mal kurz die Augen schließen – nach einer Minute hat man ein deutliches Wellnessgefühl. Die Rezeptur mit dem ganz leichten Duft nach Heublumen erfrischt nicht nur, sondern hydratisiert die Haut gleichzeitig und zieht sehr schnell ein. Südtiroler Bergwasser to go – denn die nächste Hitzewelle kommt bestimmt! Nymphenburg PorzellanZarte SchotenSkandinavischer Schmuck gilt meistens als nüchtern und minimalistisch, bei der Marke Ole Lynggaard aus Kopenhagen ist das Gegenteil der Fall. Hellgrüne Miniaturfische aus Glas werden zu Anhängern an Goldkettchen, um den Finger ringeln sich Schlangen oder Blätter mit Einsprengseln aus Diamanten, alles sehr detailverliebt und mit einem Hauch Poesie. Umso passender, dass Charlotte Lynggaard, die als Enkelin des Gründers den Familienbetrieb in dritter Generation führt, sich jetzt Inspiration in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg geholt hat. Schmuck und Porzellan, selbst wenn es in ehemals königlichen Werkstätten entsteht, ist keine alltägliche Kombination, aber in diesem Fall geglückt. Die limitierte Kollektion mit Motiven aus der Natur wie Erbsenschoten und Eicheln sowie dem sogenannten Evil Eye, einem traditionellen Talisman gegen den bösen Blick, hat die Dänin bei einem Aufenthalt in München und in enger Zusammenarbeit mit den Kunsthandwerkern der Ateliers entworfen. Einige der Anhänger und kleinen Flacons aus Porzellan, die ebenfalls um den Hals getragen werden können, sind handbemalt, in zarten Pastelltönen natürlich.