Als US-Präsident Donald Trump im April beim traditionellen Korrespondenten-Dinner auftrat, fielen Schüsse . Ein Mann stürmte in das Gebäude und feuerte vor dem Ballsaal seine Waffe ab, ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen, Trump in Sicherheit gebracht, das Dinner abgebrochen. Auf das Chaos von damals reagierten die Behörden nun zum Nachholtermin mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen: mehr Polizisten waren im Einsatz, dazu gab es mehr Securityschleusen und akribischere Kontrollen. Den Termin nutzte Trump nun für seine bekannte Medienschelte.Zwar ließ Trump in seiner Ansprache punktuell Anerkennung für die Arbeit der Presse erkennen, warf den Medien aber zugleich vor, »Fake News« zu verbreiten. Zudem meinte er, Medienunternehmen profitierten von ihm. Vor den versammelten Journalistinnen und Journalisten sagte er: »Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite.« Das Geschäftsmodell der US-Medien sei dann am Ende. Die Presse habe keine Ahnung, wie viel Glück sie mit ihm habe, weil er Schlagzeilen produziere, argumentierte Trump. Ihm lägen die Medien sehr am Herzen, behauptete er.Trump ist für seine stetigen »Fake News«-Vorwürfe bekannt, unliebsamen Medien hat er den Zugang zum Weißen Haus erschwert. Außerdem hat er sich schon mit Klagen gegen unliebsame Berichterstattung gewehrt. Kürzlich war etwa die »New York Times« unter Druck gesetzt worden, Quellen zu einem Bericht über Trumps »Air Force One« offenzulegen. Die Zeitung wehrte sich, das US-Justizministerium zog die Vorladungen gegen Journalistinnen und Journalisten der »New York Times« später zurück.Beim ersten Versuch, das Korrespondentendinner auszurichten, hatte Donald Trump keine Rede halten können. Wegen der Schüsse vor dem Ballsaal waren er und seine Frau Melania in Sicherheit gebracht worden. Dieses Mal erschien Trump ohne die First Lady.