Schrecklich, diese Populisten – die gehören doch verboten! Oder?

So lauten Forderungen derer, die mit bestimmten politischen Botschaften und der Art der Formulierung nicht einverstanden sind. Und natürlich kann man am Populismus kritisieren, dass da komplexe politische Probleme vereinfacht werden, dass die Ansprache stark emotionalisiert ist und es möglicherweise an sachlicher Argumentation fehlt.

Wenn man dann aber wirklich konsequent sein will, müsste man quasi morgen die Wahlplakate in Sachsen-Anhalt wieder abhängen. Und zwar alle, denn die Populismus-Definition erfüllen die zu 100 Prozent und sind nichts anderes als blanke Stimmungsmache. Alle.

Wozu sich die Parteien teilweise versteigen, changiert zwischen Wunschtraum und kompletter Realitätsverweigerung – je nach Ideologiefestigkeit des jeweiligen Glaubensbekenntnisses.

Das schönste Beispiel dafür liefern derzeit die Grünen, deren Realoflügel ja leider stark die Motten hat: „Erneuerbar, bezahlbar, wunderbar“ ist so ein Beispiel für das Nicht-wahrhaben-wollen, dass die deutsche, von den Grünen maßgeblich mit vorangetriebene „Energiewende“ das Land gerade in den wirtschaftlichen Niedergang führt.