Die amerikanische Regierung hat am Freitag Zölle von zehn Prozent auf Waren aus über 80 Ländern verhängt. Die Zölle liegen zwischen 10 und 12,5 Prozent und traten um 0:01 Uhr in Kraft. Sie ersetzten einen globalen Zoll von 10 Prozent, der gleichzeitig ausgelaufen war. 17 Handelspartner – darunter Kanada, die Europäische Union (EU), Indonesien, das Vereinigte Königreich und Mexiko – wurden mit einem Zollsatz von 10 Prozent belegt. Dies gilt auch für zehn weitere Länder, die sich in unterzeichneten Handelsabkommen mit den USA zur Bekämpfung von Zwangsarbeit verpflichtet haben. Weitere 43 Länder, darunter Japan, China, Südkorea und Australien, wurden mit einem Zollsatz von 12,5 Prozent belegt.
Trump nennt neuen Grund für US-Zölle
Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte diesen Zoll im Februar eingeführt, nachdem der Oberste Gerichtshof die von ihm im Vorjahr verhängten Zölle für verfassungswidrig erklärt hatte.
Um das Gericht zu umgehen, hat Trump einen neuen Grund benannt, um die Zölle zu erheben: Die Zölle wurden gemäß Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 verhängt. Dieser erlaubt dem Präsidenten, Zölle gegen Länder zu erheben, die unlautere oder diskriminierende Handelspraktiken anwenden. Die Regierung argumentiert, dass die nun von den Zöllen betroffenen Länder es versäumt hätten, Gesetze zum Verbot der Einfuhr von Zwangsarbeitsprodukten zu erlassen oder durchzusetzen. Dies benachteilige US-Unternehmen, die sich an solche Gesetze hielten.










