Drogenkönig Pablo Escobar hielt auf seinem Anwesen Flusspferde. Die Familie von Ungarns früherem Regierungschef Viktor Orbán hatte möglicherweise ebenfalls ungewöhnliche Haustiere: 2024 wurden Zebras auf dem Anwesen von Orbáns Vater gefilmt. Nun, rund zweieinhalb Monate nach dem Regierungswechsel, hat Umweltminister László Gajdos eine Untersuchung zu dem Fall angekündigt.Die Tiere könnten illegal dort gehalten worden sein, erklärte der Minister in einem Statement auf Facebook. Er sprach von »verantwortungslosen« Zuständen, offizielle Dokumente hätten ein »völliges Chaos« offengelegt.Die Zebras waren Ende 2024 in der Nähe des prunkvollen Anwesens namens Hatvanpuszta nahe der Stadt Bicske westlich von Budapest gefilmt worden. In der Folge tauchten Zebramotive immer wieder bei regierungskritischen Protesten in Ungarn, die sich unter anderem gegen Korruption richteten, auf.Das Anwesen, auf dem die Videoaufnahmen entstanden sein sollen, gehört formal Orbáns Vater. Das Land und die Tiere sind im Besitz der Jagdgesellschaft von Lőrinc Mészáros. Der ist einer der reichsten Menschen Ungarns und ein enger Vertrauter Viktor Orbáns.Im vergangenen Jahr hatte die Jagdgesellschaft erklärt, die Tiere würden gemäß den geltenden Vorschriften gehalten. Zudem verfüge man über alle nötigen Genehmigungen. Die Tiere seien zuvor schlecht gehalten und dann gerettet worden.
Nach Regierungswechsel in Ungarn: Minister kündigt Untersuchung zu Zebras auf Grundstück von Orbáns Familie an
Hielt die Familie von Ungarns früherem Premier Viktor Orbán illegal Zebras als Haustiere? Eine Untersuchung soll das nun klären. Der zuständige Minister spricht von »verantwortungslosen« Zuständen und »völligem Chaos«.













