Der Deutsche Fußball-Bund zahlt Red Bull eine Million Euro für die Freigabe von Jürgen Klopp. Das Geld gehe an die Red-Bull-Stiftung Wings for Life, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf mitteilte. Klopp war bis zuletzt »Head of Global Soccer« bei dem Getränkekonzern; er durfte seinen noch laufenden Vertrag auflösen, um die A-Nationalmannschaft zu übernehmen.Neben der Millionenzahlung verpflichtete sich der DFB als Teil des Deals mit Red Bull zudem, bis ins Jahr 2030 drei Männer-Länderspiele in Leipzig zu bestreiten. Dort ist der von Red Bull gegründete und gesponserte Bundesligist RB Leipzig beheimatet. Beide Maßnahmen sind in der DFB-Geschichte ungewöhnlich.Seit Januar 2025 war Klopp für Red Bull tätig. Wie genau seine Rolle bei dem Getränkekonzern aussah, war in der Öffentlichkeit nie ganz klar. Er war laut übereinstimmenden Medienberichten an verschiedenen Trainerentlassungen beteiligt, zuletzt in Leipzig. Ole Werner musste trotz Platz drei in der Bundesliga gehen. Berichte aus den Vormonaten, Red Bull wäre froh, Klopp loszuwerden, wurden vom Konzern dementiert. Auch Klopp selbst hat das als »Unsinn« bezeichnet.

Neuendorf unterstrich, dass es mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff sehr konstruktive Gespräche gegeben habe. Dabei sei auch schnell klar geworden, dass es unmöglich sei, als Bundestrainer zu arbeiten und nebenher noch bei Red Bull angestellt zu sein.Alles sei schon »relativ kompliziert gewesen, auch das Thema mit Red Bull« sagte DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke. Man habe die Verträge, sagte Klopp selbst, »vernünftig aufgelöst«.