Stand: 24.07.2026 • 10:57 Uhr

Mit dem neuen Job für Nina Warken zeige Kanzler Merz, dass er Effizienz belohne, so ARD-Korrespondent Markus Preiß. Durch Spahns Rücktritt habe sich für ihn die Möglichkeit für einen umfassenden Kabinettsumbau ergeben.

Die Umbesetzung von Gesundheitsministerin Nina Warken in das Kanzleramt sieht der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Markus Preiß als Beförderung und ein Zeichen von Kanzler Friedrich Merz, dass sich Leistung lohne. Merz wünsche sich von Warken die Effizienz, die sie als Gesundheitsministerin gezeigt habe. Das Gesundheitsministerium sei ein schwieriges Ressort. Es gebe viele Widerstände und Lobbygruppen.

Warken habe, obwohl sie keine Gesundheitsexpertin sei, bereits die erste Reform auf den Tisch gelegt und durch den Bundestag und Bundesrat gebracht, so Preiß. Das habe Merz überzeugt, so dass sie nun die Reform der Regierung insgesamt koordinieren soll. Zudem sei sie die erste Frau im Kanzleramt und damit eine weitere in der Regierung. Hier musste sich Merz den Vorwurf gefallen lassen, dass Frauen bisher unterrepräsentiert seien.

Mit dem Rücktritt von Jens Spahn als CDU/CSU-Fraktionschef wurde Merz ein größerer Umbau möglich. Er nutze die Gelegenheit, so Preiß bei tagesschau24. Ein Umbau ohne Anlass wirke oft wie ein Eingeständnis. Ein Umbau wurde jetzt nötig.