Holger Friedrich, der scheidende Verleger der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ), hat in einem ausführlichen Essay grundlegende Kritik an der medialen Berichterstattung über Ostdeutschland geübt.

Darin beschreibt er ein Muster, das er über Jahre beobachtet habe: Große überregionale Medien zeichneten ein Bild des Ostens, das sich aus Auswahl, Gewichtung und Wiederholung speise – nicht zwingend aus falschen Einzeltatsachen, aber aus einer systematischen Einseitigkeit.

Essay

Über den Gebrauch des Ostens

Als konkretes Beispiel nennt Friedrich den 7. Juli dieses Jahres, an dem mehrere überregionale Zeitungen gleichzeitig kritische Berichte über Ostdeutschland veröffentlichten.