Alpe d'Huez (dpa) - Titelverteidiger Tadej Pogacar will sich von der Krankheitsplage im Team bei der Tour de France nicht verunsichern lassen vor den harten Alpen-Herausforderungen. „Ich denke, wir werden uns einfach treiben lassen. Wir überstehen die Etappe und versuchen, bis nach Alpe d’Huez zu kommen. Und dann schauen wir mal, was wir erreichen können“, sagte der viermalige Tour-Champion nach der 18. Etappe. Der Weltmeister führt aktuell in der Gesamtwertung deutlich mit komfortablen 4:32 Minuten vor dem Belgier Remco Evenepoel. Am Freitag steht die erste von zwei Kletterpartien zum Radsport-Mekka Alpe d'Huez an. Einen Tag später wartet die noch mal deutlich schwierigere Aufgabe - bei der Königsetappe stehen 5.650 Höhenmeter auf dem Programm - samt drei Anstiegen der höchsten Kategorie. Sonntag endet die Tour in Paris. Pogacar: „Können damit umgehen“Bekommt das Team durch das Aus des erkrankten US-Profis Brandon McNulty noch Probleme? Wird die Tour noch mal spannend? „Ich denke, wir können damit umgehen“, meinte der Slowene. „Es ist schon die dritte Woche, da haben alle Mannschaften ein bisschen zu kämpfen.“Felix Großschartner fahre laut Pogacar aktuell „super gut“, der Kölner NIls Politt ebenso. Der aktuelle Gesamtdritte und wichtige Berghelfer, Isaac del Toro aus Mexiko, sei „unglaublich“. Und dem zuletzt mit Magenproblemen angeschlagenen Brite Adam Yates gehe es besser. Pogacar zeigte sich „sehr enttäuscht“, dass McNulty die Tour nicht beenden wird. „Wir werden ihn die kommenden zwei Tage vermissen.“Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Pogacars Helfer Politt sagte angesprochen auf die Erkrankungen, er wisse nicht, was „rumgeht“. „Man hört von vielen Fahrern im Feld, dass sie angeschlagen sind und krank sind“, meinte er zur Situation in der dritten Tour-Woche. Die Profis aus dem UAE-Team haben schon während der gesamten Rundfahrt Einzelzimmer. „Wir versuchen uns zu separieren“, sagte er. Am Abend vor der Etappe hätten diejenigen mit Beschwerden auf dem Zimmer gegessen. „Halt wie in Corona-Zeiten, Hände desinfizieren, Maske an“, sagte der Kölner. Seine Vorfreude auf Alpe d'Huez trübt das offenbar nicht, er freue sich drauf. „Alpe d'Huez ist immer etwas ganz Besonderes und es wird auf jeden Fall ein großes Spektakel“, sagte er.© dpa-infocom, dpa:260724-930-430089/1