Was macht einen Menschen besonders? Der berühmte Philosoph Friedrich Nietzsche reflektierte über das Dominierende eines Menschen in seinem bekannten Bonmot: „An den Menschen ist mir immer nur der Schaffende wichtig.“ Über die Aura einer großen Persönlichkeit sinnierte auch Johann Wolfgang von Goethe: „Er trat ein, ohne den Raum zu beherrschen, und doch schien sich alles unmerklich nach ihm zu wenden.“

Ich musste an diese Beschreibungen denken, als ich einen der großen Unternehmerpersönlichkeiten Ostdeutschlands kennenlernte: Helmut Hoffmann, der Gesellschafter und Geschäftsführer der UESA GmbH. Diese Gesellschaft ist ein mittelständisches Unternehmen der Energie- und Elektrotechnik mit Sitz in Uebigau im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Es ist weltweit ungemein erfolgreich, und das im großen Widerspruch im Vergleich zu vielen Bereichen der deutschen Ökonomie. Diese Firma besteht mit seinen Vorläufern seit 1959, und seitdem hat Hoffmann dort mit seinem Einstieg den Betrieb bis heute nachhaltig und vielfältig geprägt.

„Nicht Ja Aber, sondern stets ein Aber, Ja!“

Er widerspricht damit vielen westdeutschen Wirtschaftsexperten, die sich bis heute kritisch zu den Leistungen ostdeutscher Unternehmer äußern. So argumentiert der Westfale Hans-Werner Sinn, der ehemalige Präsident des ifo-Institutes, dass Ostdeutschland unter zu wenigen Unternehmerpersönlichkeiten leide. Der frühere Vorstandvorsitzende der Jenoptik, Lothar Späth aus Baden-Württemberg, erklärte häufig, dass die neuen Bundesländer keine mutigen Firmenchefs haben.