Während Berlin die Landesförderung für das Kinder- und Jugendtelefon sowie das Elterntelefon der Diakonie im vergangenen Jahr auslaufen ließ, fließen an anderer Stelle weiter Landesmittel: Das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) von Islamic Relief Deutschland erhält auch 2026 erneut 135.000 Euro. Trotz der seit Jahren geführten Debatte über personelle Verbindungen des Trägers zur Muslimbruderschaft hält der Senat an der Förderung fest.

Auf Anfrage der Berliner Zeitung teilte die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege mit, bei MuTeS handele es sich um ein „wichtiges psychosoziales Versorgungsangebot für Berlinerinnen und Berliner mit muslimischen Bezügen in seelischen Notlagen“. Eine generelle Zusammenarbeit mit Islamic Relief Deutschland gebe es nicht. Gefördert werde ausschließlich das Projekt MuTeS.

„Nummer gegen Kummer“ gestrichen

Die Entscheidung unterscheidet sich von der Linie des Senats in einem anderen Bereich. Im Frühjahr 2025 stellte die Bildungsverwaltung die Förderung der Berliner „Nummer gegen Kummer“ ein. Betroffen waren das Kinder- und Jugendtelefon sowie das Elterntelefon der Diakonie, die bis dahin jährlich mit rund 100.000 Euro unterstützt worden waren.