Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Die Berliner Zeitung und die Ostdeutsche Allgemeine geben allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.
Grete De Francesco und Myron Fox gerieten mir erstmals 2005 ins geistige Blickfeld, als ich in einer Vorlesung für Studierende der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften das seit den Neunzigerjahren stetig wachsende Geschäftsfeld selbsternannter Coaches, „Trendforscher“ und Erfolgsberater untersuchte, die mit blumigen Versprechungen auflisteten, wie man mithilfe der von ihnen angepriesenen Methoden, Philosophien und Workshops zu Glück, Erfolg, Reichtum, Gelassenheit und was weiß ich sonst noch alles gelange.
Zunächst zum Kontext.
In den Großstädten füllten sich Messehallen mit Lernbegierigen, die verzückt den auf der Bühne herumtänzelnden und einpeitschende Slogans schreienden Gurus lauschten. Und all das grassierte nicht nur in abgelegenen Winkeln verzopfter Esoterik-Milieus, sondern richtete sich seltsamerweise auch als stetig wachsendes Geschäftsfeld an „Führungskräfte“.
Die Frage, wie Führungskräfte überhaupt welche hatten werden können, wenn sie derlei Beratung und Lebenshilfe brauchten, blieb vorsichtshalber ungestellt. Fühlten sie sich vielleicht insgeheim tatsächlich als, wie der mit krawalligen Titeln auffällige Journalist Günter Ogger sie 1992 verunglimpfte, „Nieten in Nadelstreifen“?








