Nach einer Explosion an einer Tunnelbaustelle im Nordosten Indiens sind 25 Todesopfer geborgen worden. Dabei handele es sich um alle Personen, die im Tunnel eingeschlossen waren, sagte eine Beamtin des zuständigen Bezirks Namchi im Bundesstaat Sikkim der Nachrichtenagentur dpa.NHPC ließ den Tunnel im Rahmen eines Wasserkraftprojektes bauen. Ein Sprecher des Unternehmens widersprach Berichten, wonach der Tunnel durch einen durch die Explosion verursachten Erdrutsch eingestürzt sei. Eine Untersuchung soll die Unglücksursache klären.

Massiver Ausbau der WasserkraftDie indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi treibt den Ausbau der Wasserkraft in den indischen Berggebieten massiv voran. Ziel ist es, die CO₂-Emission zu senken, aber auch die Stabilität des Netzes zu verbessern, in dem es noch immer häufig zu Stromausfällen kommt.

Unter großem Zeitdruck werden deshalb Großprojekte vorangetrieben – so auch im entlegenen Bundesstaat Sikkim im Nordosten Indiens. Nicht nur dort, auch bei anderen Tunnelbauprojekten im Himalaja ist es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unglücken mit vielen Toten gekommen.