PfadnavigationHomeWissenschaft„Tausende Stücke“Video zeigt erstmals, wie Orcas einen der schwersten Fische der Welt zerfetzenStand: 16:59 UhrLesedauer: 3 MinutenEine Gruppe Orcas im Golf von Kalifornien wurde dabei beobachtet, wie sie einen Spitzschwanz-Mondfisch mit einer speziellen Technik angriffen, indem sie ihn festhielten und rammten.Orcas sind für ihre ausgeklügelten Jagdtechniken bekannt. Dass sie diese oft lediglich als Spielerei einsetzen, beweisen die Tiere nun bei einer bislang unbeobachteten Strategie. Das Opfer: ein riesiger Mondfisch.Der Orca ist ein kluger, strategischer Killer: Er blockiert den Fluchtweg von Weißen Haien, um sie dann zu töten, und erzeugt in Gruppen Wellen, um Pinguine und Robben von Eisschollen zu schubsen. Zudem entwickelt er seine Jagdstrategie stets weiter, um seine Beute zu überlisten. Jetzt beobachteten Forscher eine weitere, interessante Verhaltensweise der Orcas im Golf von Kalifornien. Die Analyse dessen veröffentlichten sie kürzlich im Fachmagazin „Frontiers in Ethology“. „Wir haben dokumentiert, wie ein Orca einen Mondfisch erst festhält und ihn dann loslässt, kurz bevor ein anderer Orca das Opfer mit hoher Geschwindigkeit rammt, wodurch der Mondfisch in Tausende Stücke zerfällt“, wird Kathryn Ayres in einer Mitteilung zitiert. Sie ist Mitautorin der Studie. Lesen Sie auch„Wir vermuten, dass dies jüngeren Orcas die Nahrungsaufnahme erleichtert oder einfach nur dem Spiel dient. Orcas sind dafür bekannt, mit ihrer Beute zu spielen.“ Dazu gehöre auch, Beutetiere zu töten, ohne sie anschließend zu verzehren, schreiben die Wissenschaftler.Bisher zählte das heftige Rammen, dokumentiert vor der Südküste des mexikanischen Bundesstaates Baja California Sur, nicht zu den bekannten Strategien. Die Forscher vermuten, dass es dazu diente, die Beute in Stücke zu zerteilen, da der Mondfisch bereits tot war und seine Eingeweide entfernt waren. Lesen Sie auchDenn das Jungtier der Gruppe begann daraufhin, kleinere Teile des Mondfisches zu fressen. Die erwachsenen Tiere fraßen die Überreste des Körpers, ließen die kleineren Fragmente aber übrig.Mondfische erlangen eine Größe von bis zu drei Metern und ein Gewicht von zwei Tonnen. Sie bewegen sich in verschiedenen Wassertiefen, kommen aber zur Oberfläche, um sich auszuruhen, ihre Körpertemperatur zu regulieren oder Parasiten loszuwerden. In Oberflächengewässern sind sie Raubtieren meist hilflos ausgesetzt. Im Golf von Kalifornien gehören sie zu den Arten, die am häufigsten von Orcas gejagt und verspeist werden. Die vorliegenden Beobachtungen basieren auf zwei unabhängigen Jagdereignissen, die etwas mehr als ein Jahr auseinanderlagen.„Das Sammeln aussagekräftiger Identifikationsfotos ist entscheidend: Wir entdecken immer wieder neue Techniken, mit denen Orcas jagen und ihre Beute verarbeiten“, so Ayres. „Sie gehören zu den bekanntesten Meeresräubern der Welt und überraschen uns dennoch immer wieder.“Das beobachtete Verhalten könnte auch als eine Form elterlicher Fürsorge interpretiert werden, betonen die Forscher. Das Aufteilen des Kadavers in für das Kalb besser handhabbare Stücke deckt sich mit zuvor beobachteten Verhaltensweisen. Orcas (Orcinus orca) fressen nach Studienangaben etwa 200 Tierarten. Dabei jagen sie häufig gemeinsam – manchmal auch Tiere, die größer sind als sie selbst: Sie jagen etwa kooperativ auf Walhaie, heißt es in der Studie.mit dpa
Wal: „Tausende Stücke“ – Forscher filmen, wie Orcas einen der schwersten Fische der Welt zerfetzen - WELT
Orcas sind für ihre ausgeklügelten Jagdtechniken bekannt. Dass sie diese oft lediglich als Spielerei einsetzen, beweisen die Tiere nun bei einer bislang unbeobachteten Strategie. Das Opfer: ein riesiger Mondfisch.













