Sind dickere Plastiktüten aus dem Supermarkt in Wahrheit auch Taschen für Sportkleidung und Badesachen? Rewe meinte ja und wollte fürs Recycling nicht zahlen. Der Bundesverwaltungsgericht entschied nun anders.

23.07.2026, 15.17 Uhr

Stabile Kunstofftasche aus dem Supermarkt

Stabile Plastiktüten sind seit Jahren in vielen Supermärkten zu finden. Das Bundesverwaltungsgericht entschied nun, dass die Händler auch für das Recycling aufkommen müssen. Die sogenannten »Permanenttragetaschen« seien Verpackungen, urteilten die Bundesrichter, und deshalb entsprechend zu behandeln.

Verhandelt wurde über eine Klage von Rewe. Die Supermarktkette vertrat die Ansicht, die Kunststofftaschen seien keine Verpackungen im Sinne des Verpackungsgesetzes, sondern eine eigenständige Ware. Kundinnen und Kunden kauften sie für verschiedene Zwecke. Zum Beispiel auch, um darin Sport- oder Badesachen zu transportieren. »Das, was wir hier an Produkt haben, kann man nicht über einen Kamm scheren mit einer dünnwandigen Plastiktüte oder einer Papiertüte«, sagte der Rewe-Anwalt in der mündlichen Verhandlung.