Die Staatsanwaltschaft der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Verdächtigen im Fall der 2007 in Portugal verschwundenen Madeleine McCann, Christian B., eingeleitet. Dieser soll sich am 6. Juni dieses Jahres in Kiel eine Rangelei mit Polizisten geliefert haben, wie der „Spiegel“ berichtet.Dem Nachrichtenmagazin zufolge hatte B. mit seinem Mobiltelefon mehrere Polizisten fotografiert, die vor einem Supermarkt standen. Einem Beamten fiel das auf. Der 49-Jährige, der seit seiner Haftentlassung im vergangenen Jahr rund um die Uhr von der Polizei überwacht wird, soll sich anschließend geweigert haben, das Gerät auszuhändigen.„Im Rahmen der Einsatzabarbeitung ist es zu einem tätlichen Angriff beziehungsweise Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gekommen“, erklärte Polizeisprecherin Stephanie Lage. Einer der Beamten sei dabei am Knie verletzt, worden, schreibt der „Spiegel“. Anwalt beklagt „Verfolgung Unschuldiger“ Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Fotos nun wegen Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz gegen B. Dessen Anwalt Philipp Marquort bestätigte den Vorfall, hält die Reaktion der Polizei aber für überzogen. „Das Foto wurde aus einer Entfernung von mehr als 40 Metern aufgenommen und war unproblematisch“, behauptet der Jurist und kommt zu der Bewertung, es handle sich „um eine Verfolgung Unschuldiger“.Bei einer Verurteilung drohen B. eine Geldstrafe oder Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren Dauer. Die Ermittlungen im Fall der 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwundenen Madeleine McCann dauern derweil an. Der Verdächtige bestreitet, damit zu tun zu haben. (Tsp)
Verdächtiger im Fall Maddie: Neues Ermittlungsverfahren gegen Christian B.
Der 49-Jährige soll in Kiel Polizisten ohne deren Einwilligung fotografiert haben. Bei einem anschließenden Gerangel sei ein Beamter verletzt worden, so der Vorwurf.







