Immer wieder gibt es über den Wolken Vorfälle mit Passagieren, die zu Chaos an Bord führen. Jetzt ist ein Streit in einem Flugzeug der Airline Easyjet in eine Schlägerei zwischen rund zehn Passagieren ausgeartet. Die Maschine war auf dem Weg nach Liverpool in Großbritannien, kehrte wegen der Lage an Bord aber um.Der Pilot habe sich etwa 30 Minuten nach dem Start dazu entschieden, zum Flughafen Teneriffa Süd zurückzukehren, weil der Vorfall die Sicherheit an Bord gefährdet habe, teilte der Verband der spanischen Fluglotsen auf der Nachrichtenplattform X mit.Der Zwischenfall ereignete sich demnach am Dienstagabend auf dem Flug EZY3352. Die Besatzung habe den Tower über die notwendige Rückkehr informiert und darum gebeten, dass bei der Landung auf der Kanareninsel Polizeikräfte bereitstehen.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Die Fluglotsen beschleunigten demnach die Rückkehr der Maschine und koordinierten den Einsatz der Polizei am Flughafen. Das Flugzeug mit 186 Passagieren an Bord landete anschließend den Angaben zufolge ohne weitere Zwischenfälle und verließ die Landebahn regulär. Polizei in Spanien wartete auf die Unruhestifter Die Polizei erwartete die Maschine nach der Landung, um wegen der Auseinandersetzung an Bord einzuschreiten. Weitere Angaben zu möglichen Festnahmen oder Verletzten wurden zunächst allerdings nicht bekannt. Auch zum Auslöser der Schlägerei an Bord wurde nichts mitgeteilt.Ein EasyJet-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Agentur dpa den Zwischenfall und betonte: „Wir nehmen derartige Vorfälle sehr ernst und tolerieren kein störendes oder aggressives Verhalten gegenüber unseren Mitarbeitenden.“ Die Crews der Airline seien darauf geschult, „jede Situation zu beurteilen und schnell und angemessen zu handeln, damit die Sicherheit des Fluges und unserer Fluggäste jederzeit gewährleistet bleibt“, hieß es. Nach dem Vorfall sei die Maschine wieder nach Liverpool gestartet. Easyjet kann Unruhestifter in Regress nehmen Für die Unruhestifter könnte die Angelegenheit teuer werden. Ist eine Zwischenlandung nötig, kann die Airline den verantwortlichen Passagier für die anfallenden Kosten in Regress nehmen, sagte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, dem Portal „t-online“ im Juli 2025 nach einem ähnlichen Vorfall.In schwerwiegenden, seltenen Einzelfällen könne der Kapitän sich veranlasst sehen, zwischenzulanden und den Passagier von Bord führen zu lassen. Lang sagte weiter: „Der Passagier muss dann damit rechnen, für alle anfallenden Kosten in Regress genommen zu werden.“Das könne schnell in fünfstellige Euro-Bereiche gehen. Insbesondere, wenn das Flugzeug nicht mehr abheben darf, weil die Crew-Dienstzeit überschritten ist. Oder wenn Flughäfen aufgrund von Betriebszeiten geschlossen sind und zusätzliche Übernachtungskosten für alle übrigen Passagiere anfallen.