Bei der uniVersa Lebensversicherung, der uniVersa Krankenversicherung und der uniVersa Allgemeine Versicherung hat es einen Datenschutzvorfall gegeben, bei dem ein Crawler aufgrund eines offenen Servers auf Daten zugreifen konnte. Nach Angaben von uniVersa war das nur für wenige Stunden möglich. Grund dafür soll eine IT-Umstellung am 7. Juli 2026 gewesen sein. Mehrere Leser, die in den vergangenen Tagen vom Unternehmen informiert wurden, hatten sich bezüglich des Vorfalls bei heise online gemeldet.

Auf dem betroffenen Server „lagen allgemeine personenbezogene Daten etwa Namen und Anschriften sowie Vertragsdaten wie Versicherungsnummern und Tarifinformationen“, heißt es von einer Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. Wie viele Kunden betroffen sind, verrät das Unternehmen nicht. Bei einigen Kunden seien „auch Bankverbindungsdaten (IBAN und BIC)“ betroffen. Nicht betroffen waren hingegen „besonders sensible Informationen wie Gesundheits-, Login- oder Kreditkartendaten und die zentralen Verwaltungs- und Datensysteme sowie das Kundenportal“. IT-Forensiker von uniVersa untersuchen derzeit den Vorfall.

Entdeckt wurden die Zugriffe auf den Server laut Universa „im Rahmen interner Sicherheitskontrollen“. Daraufhin sei der unerwünschte Zugriff auf den „einzelnen Server [...] umgehend abgeschaltet“ worden. In dem Schreiben der uniVersa war von OpenAI die Rede. Der KI-Anbieter sei aufgefordert worden, die abgerufenen Daten nicht zu verwenden und sie vollständig zu löschen. Außerdem habe das Unternehmen „externe Forensik-Experten hinzugezogen, um den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären“. Zudem seien zusätzliche Schutzmaßnahmen eingeleitet worden, für Betroffene steht der Kundenservice bereit. Wie OpenAI mit den Daten umgeht, ist noch unklar.