Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, haben bei einem Treffen in Manila über Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gesprochen. Lawrow habe seinen US-Kollegen über die Lage an der Front aus russischer Sicht informiert und sich gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Demnach warf Lawrow auch den europäischen Staaten vor, mit einer Politik der Destabilisierung auf eine strategische Niederlage Russlands hinzuarbeiten.
Die beiden Minister verabredeten sich am Rande des Asean-Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt. Russischen Medien zufolge dauerte das auf US-Initiative organisierte Gespräch lediglich 35 Minuten.Wie das Ministerium in Moskau weiter mitteilte, habe Lawrow dabei erneut die Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges betont. Grundlage dafür müssten jene Vereinbarungen sein, denen Kremlchef Wladimir Putin bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump voriges Jahr im August in Anchorage zugestimmt habe.
Rubio teilte später mit, das Gespräch mit Lawrow sei »guten und offen« gewesen. Der US-Außenminister habe gegenüber Russland die Bereitschaft der Vereinigten Staaten bekräftigt, bei der Suche nach einer Friedenslösung im Ukrainekrieg zu helfen. Man wolle »eine konstruktive Rolle bei der Beendigung eines sinnlosen Krieges« einnehmen, so Rubio.Der konkrete Inhalt der Gespräche ist bis heute unklar. Russland hatte danach immer wieder erklärt, dass es zu einem Waffenstillstand bereit sei, wenn sich die Ukraine aus ihrem eigenen und bisher nicht von Moskau kontrolliertem Gebiet im Donbass zurückziehe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte solche Gebietsgeschenke an Russland kategorisch wiederholt ab.











