Brezelbäcker: Erhebliche Unterschiede innerhalb Europas

In der Europäischen Union (EU) sind einer Studie zufolge mehr Zuwanderer als je zuvor berufstätig. Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der erwerbstätigen Migranten von 67,8 auf ​68,2 Prozent, wie die Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin) am Donnerstag mitteilte. Demnach erreichte die Beschäftigungsquote ein Rekordhoch und setzte den stetigen Aufwärtstrend der ‌Vorjahre fort.

»Der Anteil der Zuwanderer in Beschäftigung steigt seit vielen Jahren, und die Zahlen liegen nahe an denen ​der einheimischen Bevölkerung«, sagte Tommaso Frattini, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Mailand. Dennoch bleibe erhebliches Arbeitsmarktpotenzial ungenutzt, insbesondere bei Frauen ⁠aus Nicht-EU-Ländern und Hochqualifizierten.

»Die Herausforderung besteht heute ​nicht mehr darin, Zuwanderer einfach nur in ⁠Arbeit zu bringen.«

Der ⁠Studie zufolge bestehen erhebliche Unterschiede je nach Herkunftsregion der Zuwanderer und Aufnahmeländern. In weiten Teilen Europas weisen Migranten, die in anderen EU-Mitgliedstaaten geboren wurden, Beschäftigungsquoten auf, die denen der einheimischen Bevölkerung entsprechen oder diese sogar übersteigen. ‌Die von Zuwanderern aus Nicht-EU-Ländern variieren hingegen von Land zu Land deutlich ​stärker. Sie sind ‌besonders hoch in Malta (83,7 Prozent), Tschechien (77,3 Prozent) und Irland (76,1 Prozent). Am niedrigsten sind sie in Belgien (58,5 Prozent) und Finnland (58,6 Prozent).