Die Ausstellung „Still Joy“ versucht leicht und doch realistisch über den Ukrainekrieg zu sprechen. Sie zeigt, was die Menschen dort ertragen müssen.
Soldat an der Front, Mensch nach der Party, Einsamer im Regen? Lesia Vasylchenkos Installation „1534“ in der Schau „Still Joy“
OKNO Studio; PinchukArtCentre 2026
Ukrainische Künstler haben es schwer. Dafür gibt es offensichtliche, unmittelbare Gründe: den verfluchten Krieg gegen die russischen Besatzer, das Leben im Exil, die Schockanrufe von zu Hause und das Gefühl, dem zurückgelassenen Land in seinem Überlebenskampf mit allen, auch den vollkommen unmilitärischen Mitteln der Kunst beistehen zu müssen.
Und dann ist da dieses Problem, das kein moralisches, sondern ein ästhetisches ist. Ein Problem, um das kein Künstler herumkommt: für die eigene Gegenwart einen Ausdruck zu finden, der neu ist und nicht verbraucht, der kein Klischee ist oder, wie im Fall ukrainischer Künstler und ihres Lebens mit dem Krieg, von Butscha-und-Helden-Bildern überschattet wird.






