PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltCyberattacken auf Landesverwaltung nehmen weiter zuStand: 04:05 UhrLesedauer: 2 MinutenCyberangriffe auf Behörden nehmen zu – besonders im Sommer ist die Wachsamkeit hoch. (Symbolbild) Quelle: Philip Dulian/dpaCyberangriffe nehmen in Sachsen-Anhalt deutlich zu: Im ersten Halbjahr meldet die Landesverwaltung mehr als doppelt so viele Vorfälle wie zuvor. Gerade im Sommer ist die Wachsamkeit besonders hoch.Die Zahl der erfassten IT-Sicherheitsvorfälle in der Landesverwaltung in Sachsen-Anhalt hat sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Besonders häufig registrierten die Behörden Phishing-Angriffe sowie sogenannte DDoS-Attacken, bei denen Internetseiten oder Server durch massenhafte Anfragen überlastet werden.Deutlich mehr Vorfälle als vor einem JahrWie das Ministerium für Infrastruktur und Digitales auf Anfrage mitteilte, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 30 IT-Sicherheitsvorfälle erfasst. Im Vorjahreszeitraum waren es 14.Von den 30 Vorfällen entfielen 16 auf Phishing-Angriffe, zwei auf DDoS-Attacken und zwei auf Systemeinbrüche; hinzu kamen neun Fälle von Diebstahl oder Verlust von IT-Hardware.Bereits im vergangenen Jahr hatte die Zahl der IT-Sicherheitsvorfälle in der Landesverwaltung deutlich zugenommen. Phishing-Angriffe und DDoS-Attacken gehörten auch damals schon zu den häufigsten Vorfällen. DDoS-Angriffe träten seit einigen Jahren besonders während der Ferienzeiten auf und richteten sich zunehmend auch gegen Kommunen, teilte das Ministerium mit. Demnach nutzten Angreifer die Ferienzeit gezielt aus. Viele Beschäftigte seien nicht im Dienst, wodurch Behörden personell dünner besetzt seien.Erhöhte Alarmbereitschaft in den SommermonatenIm vergangenen Sommer hatte eine Attacke der prorussischen Hackergruppe «NoName057(16)» das Landesportal und mehrere Internetseiten von Ministerien zeitweise beeinträchtigt. Deshalb gelte in den Sommermonaten eine «erhöhte Alarmbereitschaft». Phishing-Mails und betrügerische Anrufe würden durch neue Technologien zudem immer professioneller und schwerer zu erkennen.Die registrierten Vorfälle führten nach Angaben des Ministeriums bislang lediglich zu kurzzeitigen Einschränkungen oder Ausfällen von wenigen Stunden. Betroffen gewesen seien vor allem einzelne gestohlene Geräte sowie zeitweise die Erreichbarkeit von Internetauftritten nach DDoS-Angriffen.LKA sieht neue BetrugsmaschenUnabhängig davon registrierte auch das Landeskriminalamt (LKA) im ersten Halbjahr 2026 eine leichte Zunahme der Cybercrime-Fälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders häufig würden Privatleute beim Kauf oder Verkauf über Online-Plattformen betrogen. Ein hohes Fallaufkommen hätten außerdem Phishing-Angriffe, bei denen Kriminelle mit gefälschten E-Mails oder Nachrichten an Passwörter und andere sensible Daten gelangen wollten.Bei Unternehmen verursachten nach Angaben des LKA vor allem Ransomware-Angriffe die größten Schäden. Dabei werden Daten verschlüsselt und erst gegen Lösegeld wieder freigegeben.Zudem beobachteten die Ermittler eine Zunahme von Fake-Shops, betrügerischen Stellenangeboten sowie Betrugsmaschen, bei denen Kriminelle zunehmend KI-generierte und täuschend echt wirkende Nachrichten einsetzen.dpa-infocom GmbH
Cyberattacken auf Landesverwaltung nehmen weiter zu - WELT
Cyberangriffe nehmen in Sachsen-Anhalt deutlich zu: Im ersten Halbjahr meldet die Landesverwaltung mehr als doppelt so viele Vorfälle wie zuvor. Gerade im Sommer ist die Wachsamkeit besonders hoch.









