Die USA haben die zwölfte Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen: Die neuen Attacken hätten um 17.30 Uhr US-Ostküstenzeit (1 Uhr Ortszeit in Iran) begonnen, erklärte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. »Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein«, sagte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren lässt.

US-Repräsentantenhaus billigt Rekordsumme fürs PentagonInmitten dieser anhaltenden Angriffe schuf das US-Repräsentantenhaus die Voraussetzungen für drastisch steigende Militärausgaben: Die Parlamentskammer verabschiedete ein Rahmenkonzept für die Verteidigungspolitik im Haushaltsjahr 2027 – das ein um 30 Prozent höheres Budget des Pentagon nach sich ziehen würde. 216 Abgeordnete stimmten dafür und 212 dagegen.

In dem Entwurf zum sogenannten National Defense Authorization Act (NDAA) sind für das kommende Haushaltsjahr Verteidigungsindustrie-Programme, Gehälter für Streitkräfte und andere Pentagon-Projekte aufgeführt, die annähernd 1,15 Billionen Dollar (rund 1 Billion Euro) kosten dürften. Im jetzigen Haushaltsjahr, das noch bis Ende September läuft, waren 883 Milliarden US-Dollar (773 Milliarden Euro) per NDAA autorisiert worden.